01.06.2013

Newsletter Jun 2013

Eine neu erschie­ne­ne Doku­men­ta­ti­on „Asyl in der Repu­blik Zypern“ kri­ti­siert men­schen­un­wür­di­ge Zustän­de für Asyl­su­chen­de im Lan­de. Erar­bei­tet wur­de die Bro­schü­re durch die Fach­grup­pe Zypern der Kon­takt- und Bera­tungs­stel­le für Flücht­lin­ge und Migran­tIn­nen e.V. in Ber­lin. Die Zustän­de in Zypern sind nach Auf­fas­sung der Auto­rin­nen und Auto­ren men­schen­un­wür­dig und für Asyl­su­chen­de uner­träg­lich. Euro­päi­sche Richt­li­ni­en wür­den häu­fig nicht in natio­na­le Gesetz­ge­bung umge­setzt. Ins­be­son­de­re im Fal­le von Inhaf­tie­run­gen ver­stie­ßen die Behör­den gegen gel­ten­des Recht. Asyl­su­chen­de wür­den nicht ord­nungs­ge­mäß über ihre Rech­te infor­miert und zustän­di­ge Kon­troll­in­stan­zen ver­schlös­sen die Augen, so eine Auto­ren bei der Vor­stel­lung der Bro­schü­re. Für unbe­glei­te­te Min­der­jäh­ri­ge bestehe fak­tisch gar kein Zugang zum Asyl­ver­fah­ren. Pro­gram­me zur psy­cho­so­zia­len Betreu­ung von beson­ders Schutz­be­dürf­ti­gen fehl­ten gänz­lich. Die For­de­rung: Die Bun­des­re­pu­blik und ande­re EU-Staa­ten müs­sen ihre Über­stel­lungs­pra­xis in die Repu­blik Zypern grund­sätz­lich infra­ge stel­len. Die Bro­schü­re kann unter www.kub-berlin.org her­un­ter­ge­la­den wer­den. PRO ASYL hat die Her­aus­ga­be der Doku­men­ta­ti­on unter­stützt.