Der Vize­prä­si­dent des Bun­des­am­tes, Dr. Micha­el Gries­beck, hat bereits am 14.10.2015 eine Fra­ge des Abge­ord­ne­ten Vol­ker Beck (Bünd­nis 90/Die Grü­nen) zum „Bil­dungs­hin­ter­grund von Schutz­su­chen­den“ beant­wor­tet. Neben den Erhe­bun­gen bei Teil­neh­men­den im Rah­men des Ein­stu­fungs­sys­tems der Inte­gra­ti­ons­kur­se wür­den die Bil­dungs­hin­ter­grün­de von Asyl­su­chen­den auch auf ande­ren Wegen erfasst. So befra­ge das Bun­des­amt die Asyl­su­chen­den bei der Antrag­stel­lung auch zu den Aspek­ten Bildung/Ausbildung, wobei die Ant­wor­ten frei­wil­lig sei­en. Damit sei­en die Daten nicht im sta­tis­ti­schen Sin­ne reprä­sen­ta­tiv. Für das Jahr 2015 habe sich fol­gen­des Bild erge­ben: Von den ins­ge­samt 105.000 befrag­ten Asyl­su­chen­den über 20 Jah­ren hät­ten 16,6 Pro­zent ange­ge­ben, eine Uni­ver­si­tät oder Fach­hoch­schu­le besucht zu haben, 17,5 Pro­zent ein Gym­na­si­um, 29,7 Pro­zent eine Mit­tel­schu­le. 3,3 Pro­zent hät­ten einen Fach­schul­be­such ange­ge­ben. 8,1 Pro­zent der Befrag­ten hät­ten ange­ge­ben, kei­ne Schu­le besucht zu haben, 24,0 Pro­zent eine Grund­schu­le. Dabei lägen die ange­ge­be­nen Abschlüs­se bei syri­schen Asyl­su­chen­den weit über dem Durch­schnitt. Die Daten sei­en nicht geeig­net, die Grund­la­ge für ein Pro­filing im Rah­men einer Arbeits­markt­be­ra­tung zu bil­den, weil hier­zu eine tie­fer­ge­hen­de Erfas­sung der Qua­li­fi­ka­tio­nen erfor­der­lich wäre.

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