01.11.2011

Newsletter Nov 2011

UPI am 26. Okto­ber 2011. Amnes­ty Inter­na­tio­nal hat zum sel­ben The­ma die ira­ki­sche Regie­rung, die das Lager dem­nächst auf­lö­sen will, auf­ge­for­dert, die Frist zu ver­län­gern. Amnes­ty Inter­na­tio­nal zeigt sich betrof­fen, dass mit der geplan­ten Schlie­ßung des Lagers im Dezem­ber 2011 den 3.250 ira­ni­schen Lang­zeit­be­woh­nern Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen dro­hen könn­ten. Das Lager sei bereits mehr­fach von ira­ki­schen Sicher­heits­kräf­ten ange­grif­fen wor­den, wobei es Dut­zen­de von Toten und Ver­letz­ten gege­ben habe. Allein am 8. April die­ses Jah­res sei­en 36 Lager­in­sas­sen das Opfer exzes­si­ver Gewalt­an­wen­dung gewor­den. Ende Juli 2009 habe es bereits neun Tote gege­ben. Die Kon­trol­le über das Lager ist im Juni 2009 auf die ira­ki­sche Regie­rung über­ge­gan­gen, die ihren Druck seit­dem kon­ti­nu­ier­lich ver­stärkt. Vie­le der Lager­in­sas­sen sind Mit­glie­der der Volks­mud­ja­he­din des Iran. Die Ankün­di­gung des ira­ki­schen Prä­si­den­ten Tala­ba­ni, das Lager Ende die­ses Jah­res zu schlie­ßen, ist eine poli­ti­sche Ges­te gegen­über dem Iran. Resi­den­ten des Lagers wer­fen der ira­ki­schen Regie­rung vor, eine fried­li­che Lösung für das Camp Ashraf zu behin­dern und sich die Opti­on offen­zu­hal­ten, gegen Ende des Jah­res Umsied­lun­gen der Bewoh­ner so vor­zu­neh­men, dass sie in der Gefahr ste­hen, an den neu­en Wohn­or­ten getö­tet zu wer­den oder im Lager selbst Opfer neu­er Atta­cken zu wer­den.