01.11.2014

Newsletter Nov 2014

Detention Action veröffentlichte im Oktober 2014 einen neuen Bericht zur Inhaftierung von MigrantInnen und Schutzsuchenden in Großbritannien. Die Dokumentation mit dem Titel „The state of detention“ gibt Einblicke in die exzessive Inhaftierungspraxis der britischen Behörden. Nach Griechenland sei Großbritannien dasjenige Land, das die meisten MigrantInnen inhaftiere, so die AutorInnen des Berichts. Außerdem fehle eine Begrenzung der maximalen Haftdauer, was immer wieder zu jahrelanger Inhaftierung in Einzelfällen führt. Zahlreiche Schutzsuchende in Haft, die nicht abgeschoben werden könnten, werden schließlich entlassen und haben damit Jahre grundlos in Haft verbracht. Die Inhaftierung von MigrantInnen in gewöhnlichen Hafteinrichtungen ist gängige Praxis. Darüber hinaus würden Asylsuchende häufig aus rein administrativen Gründen während ihrer Asylverfahren inhaftiert. Detention Action weist darauf hin, dass Großbritannien immer wieder versucht, Asylsuchende in Länder wie Somalia und Sri Lanka abzuschieben, wo ihnen Gewalt und Verfolgung drohen.

http://detentionaction.org.uk/wordpress/wp-content/uploads/2014/10/The.State_.of_.Detention.pdf