In Bay­ern gibt es „Ver­mehrt rechts­wid­ri­ge Abschie­bun­gen von schwer­kran­ken Men­schen“, so eine Pres­se­mit­tei­lung des Baye­ri­schen Flücht­lings­ra­tes vom 15.9.2016. Eine baye­ri­sche Ärz­te­in­itia­ti­ve ver­ur­teilt die­se zuneh­mend rigo­ro­se Abschie­bungs­pra­xis der Regie­rung von Ober­bay­ern. Trotz aller Ver­su­che, die Men­schen in Son­der­la­gern wie Bam­berg und Man­ching zu iso­lie­ren, kämen immer wie­der Fäl­le von rechts­wid­ri­gen und men­schen­rechts­ver­let­zen­den Abschie­bun­gen schwerst­kran­ker Men­schen ans Tages­licht. Mit dem Asyl­pa­ket II habe man nicht nur die Anfor­de­rung aller Attes­te zur Rei­se­fä­hig­keit noch­mals hoch­ge­schraubt. Zudem sei­en die Mög­lich­kei­ten für Flücht­lin­ge, über­haupt eine Begut­ach­tung gesund­heit­li­cher Pro­ble­me zu errei­chen, erheb­lich redu­ziert wor­den. Des­halb wür­den regel­mä­ßig trau­ma­ti­sier­te, behin­der­te und schwer­kran­ke Men­schen abge­scho­ben wer­den.

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