Der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter baga­tel­li­siert Män­gel in der Gesund­heits­ver­sor­gung von Flücht­lin­gen. Dies behaup­tet die Bun­des­wei­te Arbeits­ge­mein­schaft der Psy­cho­so­zia­len Zen­tren für Flücht­lin­ge und Fol­ter­op­fer e.V. (BAfF). Kri­ti­siert wird die ent­ge­gen­ste­hen­de Ein­schät­zung von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Grö­he, der behaup­tet hat­te, Geflüch­te­te erhiel­ten in Deutsch­land flä­chen­de­ckend eine gute gesund­heit­li­che Behand­lung. Dem hält die BAfF ent­ge­gen, dass bereits vor dem Anstieg der Flücht­lings­zah­len der Ver­sor­gungs­be­darf trau­ma­ti­sier­ter Flücht­lin­ge allein im Bereich der Psy­cho­the­ra­pie um das Fünf­fa­che über den aktu­ell ver­füg­ba­ren Ver­sor­gungs­ka­pa­zi­tä­ten lag. Jedes Jahr könn­ten bun­des­weit rund 5.000 Geflüch­te­te trotz Behand­lungs­be­darfs weder direkt in Behand­lungs­pro­gram­me auf­ge­nom­men, noch auf eine War­te­lis­te gesetzt wer­den.

Alle Beiträge von Fachpolitischer Newsletter N° 221 ansehen