Zu den Argu­men­ten für und gegen das geplan­te Inte­gra­ti­ons­ge­setz hat sich Lisa Cas­pa­ri in ZEIT ONLINE am 24.5.2016 unter der Über­schrift „Bes­ser arbei­ten, schnel­ler schei­tern“ geäu­ßert. Zitiert wer­den aus­führ­lich die Gegen­ar­gu­men­te von Wohl­fahrts­ver­bän­den und PRO ASYL. Zur Wohn­sitz­auf­la­ge wird die Äuße­rung von SPD-Chef Sig­mar Gabri­el zitiert, man wol­le durch die Wohn­sitz­auf­la­ge selbst für aner­kann­te Flücht­lin­ge sicher­stel­len, dass sich in den Groß­städ­ten kei­ne „Ghet­tos“ bil­den könn­ten. Das sug­ge­riert, soge­nann­te Aus­län­der-Ghet­tos hät­ten sich aus Grün­den selbst­ge­wähl­ter Iso­la­ti­on gebil­det und sei­en nicht durch sozia­le Selek­ti­ons­kri­te­ri­en zustan­de gekom­men. Ähn­lich sug­ge­riert die Viel­zahl der vor­ge­se­he­nen Sank­tio­nen für die soge­nann­ten „Inte­gra­ti­ons­ver­wei­ge­rer“, es gebe sol­che in rele­van­tem Aus­maß. Tat­säch­lich gibt es ein mas­si­ves Unter­an­ge­bot an Inte­gra­ti­ons- und Sprach­kur­sen.

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