Amnesty International wirft Ungarn in einem Bericht vor, Menschen, die in sogenannten Transitzonen festgehalten wurden, seien geschlagen, getreten und von Hunden gejagt worden. Flüchtlinge, die versucht hätten, über einen der legalen Grenzübergänge nach Ungarn zu kommen, müssten oft zu Hunderten in überfüllten Lagern in Serbien ausharren. Für den Bericht hat Amnesty International 143 Zeugen, die meisten von ihnen Flüchtlinge, befragt, sowie eigene Untersuchungen in Serbien, Ungarn und Österreich durchgeführt. Selbst die meisten anerkannten Flüchtlinge dürften, so Amnesty, die ungarischen Lager nicht verlassen. Viele müssten in unhaltbaren hygienischen Zuständen ohne ausreichende medizinische Versorgung leben. Amnesty sieht dahinter eine gezielte Abschreckungspolitik.

Alle Beiträge von Fachpolitischer Newsletter N° 229 ansehen