01.08.2014

Newsletter Aug 2014

Im Juli 2014 veröffentlichte Amnesty International einen Bericht mit dem Titel “The Human cost of Fortress Europe”. Darin wird aufgezeigt, wie europäische Politik und Grenzkontrollpraktiken Flüchtlingen den Zugang zu Asyl in Europa verunmöglichen. Sie müssen ihr Leben aufs Spiel setzen, um europäisches Territorium zu erreichen. Der Bericht zeigt auf, dass die EU ein komplexes Überwachungssystem installiert hat, indem Gelder für den Ausbau von Grenzkontrollen an Staaten entlang der europäischen Außengrenzen fließen. Amnesty zeigt auf, dass zwischen 2007 und 2013 insgesamt 2 Milliarden Euro von der EU in Grenzkontrollen investiert und nur 700 Millionen über den Flüchtlingsfonds für die Unterstützung von Asylverfahren, Aufnahmeeinrichtungen, Resettlement und Integration von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt wurden.  Durch die Blockade bestimmter Grenzabschnitte müssen Flüchtlinge immer gefährlichere Wege auf sich nehmen und dabei auf dem Weg nach Europa ihr Leben riskieren. „Fast die Hälfte aller, die irregulär nach Europa gelangen, fliehen vor Konflikten oder Verfolgung in Ländern wie Syrien, Afghanistan, Eritrea und Somalia. Flüchtlingen müssen mehr Wege geöffnet werden, damit sie sicher und legal in die EU gelangen können und nicht gezwungen sind, gefährliche Reisen auf sich zu nehmen“, so John Dalhuisen von Amnesty International. Die Organisation lancierte außerdem eine Petition, in der die politischen Entscheidungsträger auf EU-Ebene aufgefordert werden, die Zusammenarbeit mit Ländern im Bereich Grenzkontrolle zu beenden, in denen die Menschenrechte von Flüchtlingen nicht gewährleistet sind. Außerdem fordert Amnesty sichere und legale Wege nach Europa sowie die Stärkung der Such- und Rettungsoperationen mittels einer gemeinsamen Initiative der Mitgliedstaaten.

http://www.enetenglish.gr/resources/article-files/eur050012014en1.pdf

Petition: www.sos-europe-amnesty.eu/stop-people-from-suffering-and-dying-at-our-borders-actions/