Das Aus­wär­ti­ge Amt hat am 28.12.2015 eine schrift­li­che Anfra­ge des Abge­ord­ne­ten Vol­ker Beck (MdB/Die Grü­nen) beant­wor­tet. Er hat­te gefragt, wel­che Erkennt­nis­se der Bun­des­re­gie­rung vor­lie­gen, dass tür­ki­sche Behör­den im Jahr 2015 syri­sche und ira­ki­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge will­kür­lich bzw. rechts­wid­rig in Gewahr­sam genom­men oder inhaf­tiert, miss­han­delt und/oder zwangs­wei­se nach Syri­en oder in den Irak zurück­ge­führt hät­ten, wie dies ein Amnes­ty-Bericht kri­ti­siert. Ant­wort: Der genann­te Bericht sei der Bun­des­re­pu­blik bekannt, die meis­ten Anga­ben könn­ten nicht aus eige­ner Kennt­nis bestä­tigt wer­den. Die Bun­des­re­gie­rung geht davon aus, dass die tür­ki­sche Regie­rung wei­ter­hin zu ihrer Zusi­che­rung steht, wonach kei­ne syri­schen Flücht­lin­ge nach Syri­en abge­scho­ben wer­den, dass das „Non-Refoulement“-Prinzip also ein­ge­hal­ten wird. Vol­ker Beck erklär­te zur Ant­wort, blin­des Ver­trau­en in die tür­ki­sche Regie­rung sei fehl am Platz. War­um der Amnes­ty-Bericht nicht zutref­fen sol­le, erschlie­ße sich aus der Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung nicht. Womög­lich wer­de die Bun­des­re­gie­rung so Kom­pli­zin schwer­wie­gen­der Ver­let­zun­gen des Völ­ker­rechts.

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