01.05.2014

Newsletter May 2014

Die Bun­des­re­gie­rung hat am 14. April 2014 eine Anfra­ge der Bun­des­tags­frak­ti­on Die Lin­ke zu den Zah­len in Deutsch­land leben­der Flücht­lin­ge beant­wor­tet. In den Ant­wor­ten wird nach Auf­ent­halts­ti­teln, Bun­des­län­dern, Staats­an­ge­hö­rig­kei­ten und wei­te­ren Kri­te­ri­en dif­fe­ren­ziert. Eini­ge Aspek­te: Die Zahl der Gedul­de­ten ist auf 94.508 Per­so­nen ange­stie­gen. Unter den Gedul­de­ten fin­den sich offen­bar zuneh­mend erst in jüngs­ter Zeit abge­lehn­te Asyl­su­chen­de. Damit sank der Anteil der Gedul­de­ten mit über sechs­jäh­ri­gem Auf­ent­halt auf zir­ka 35 Pro­zent. Die­se gut 32.000 Per­so­nen wären nach den Vor­stel­lun­gen der Bun­des­re­gie­rung wohl auch der Per­so­nen­kreis für die ange­kün­dig­te gesetz­li­che Blei­be­rechts­re­ge­lung. Die Zahl der ins­ge­samt in Deutsch­land leben­den Flücht­lin­ge ist 2013 auf 496.000 gestie­gen. Hier­von sind 122.000 Flücht­lin­ge mit Asyl­be­rech­ti­gung oder sons­ti­gen For­men des Flücht­lings­schut­zes. Die Zahl der in Deutsch­land mit unter­schied­lichs­ten Auf­ent­halts­ti­teln leben­den Flücht­lin­ge hat sich gegen­über Mit­te der 90er Jah­re hal­biert, von mehr als einer Mil­li­on Men­schen auf zir­ka 500.000. Die Abge­ord­ne­te der Links­frak­ti­on, Ulla Jel­pke, erklär­te gegen­über der Frank­fur­ter Rund­schau vom 7. April 2014, die Flücht­lings­zah­len eig­ne­ten sich nicht zur Panik­ma­che. Weni­ger als 0,4 Pro­zent der Bevöl­ke­rung hät­ten heu­te einen Asyl- oder Flücht­lings­sta­tus oder ein huma­ni­tä­res Blei­be­recht.