01.10.2011

Newsletter Oct 2011

Die europäischen Staaten versagen völlig dabei, den Tausenden gestrandeter afrikanischer Flüchtlinge in den Lagern nahe der Grenze zu Libyen zu helfen. Dies kritisiert Amnesty International am 19. September 2011 in einem briefing paper unter der Überschrift „Europe, now it is your turn to act“. Eritreer, Äthiopier, Iraker, Ivorer, Palästinenser, Somalis und Sudanesen gehören zu denjenigen, die weiterhin unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen festsitzen. Amnesty weist auf das besondere Risiko der Flüchtlinge und Migranten aus dem subsaharischen Afrika hin, die in Gefahr stehen, willkürlich verhaftet und misshandelt zu werden, weil die Anti-Gadaffi-Truppen sie als Söldner ansehen. Australien, Kanada und die USA haben bisher einige dieser Menschen im Wege des Resettlements aufgenommen. Aus lediglich acht europäischen Staaten sind hingegen bisher weniger als 700 Plätze zur Verfügung gestellt worden.