Diese These vertritt Florian Rötzer bei Telepolis am 26. Mai 2015. Offenbar setze man in Kabul jetzt auf die Bewaffnung von Milizen im Kampf gegen die Taliban, wobei nicht klar sei, ob noch/bereits Gespräche mit ihnen stattfinden. Es seien vor allem die Angriffe der Taliban auf Kundus und andere Städte in Afghanistan im April gewesen, die Angst in Kabul verursacht hätten. Wo die Bundeswehr bisher stationiert war und wo sich früher die Nordallianz gegen die Taliban habe behaupten können, schienen die Taliban nun an Stärke zu gewinnen. Bis vor kurzem habe der afghanische Präsident die Milizen entmachten wollen, aber die Unzuverlässigkeit der afghanischen Streitkräfte habe jetzt offenbar dazu geführt, dass man alte Mudschaheddin-Kommandeure und ihre Milizen mit neuem Einfluss versehe.

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