01.08.2013

Newsletter Aug 2013

Vor dem Hin­ter­grund der aktu­ell stark stei­gen­den Zahl der Asyl­neu­an­trag­stel­ler aus Tsche­tsche­ni­en ist auf den bereits am 6. Juni 2013 bei Zeit Online erschie­ne­nen Arti­kel „Gren­zen der Barm­her­zig­keit“ hin­zu­wei­sen. Er schil­dert die unglaub­li­che Geschich­te einer Fami­lie aus Tsche­tsche­ni­en, die in die Müh­len des Dub­lin­ver­fah­rens geriet. In ihrer Hei­mat miss­han­delt und gefol­tert, aus Polen wei­ter geflo­hen, scho­ben deut­sche Behör­den den Mann und drei Kin­der nach Polen ab, die schwan­ge­re Frau durf­te hier­blei­ben. Eine unglaub­li­che Geschich­te über die Bru­ta­li­tä­ten, die das Dub­lin­sys­tem per­ma­nent pro­du­ziert. Ver­dienst­voll­er­wei­se wei­sen die bei­den Autorin­nen Ali­ce Bota und Anna­bel Wah­ba auch dar­auf hin, dass die Abschie­bun­gen von Tsche­tsche­nen nach Polen im Rah­men des Dub­lin­sys­tems seit eini­ger Zeit flan­kiert wer­den von Schlag­zei­len, in denen von einem „Ansturm der Tsche­tsche­nen“ die Rede ist. Auf Flücht­lin­gen aus Tsche­tsche­ni­en lie­ge jetzt ein Ver­dacht, nach dem Mit­te April zwei Brü­der tsche­tsche­ni­scher Her­kunft beim Bos­ton-Mara­thon zwei Bom­ben gezün­det hät­ten und im Mai 2013 der rus­si­sche Geheim­dienst von tsche­tsche­ni­schen Ter­ro­ris­ten in Deutsch­land gewarnt habe.