16.05.2026

Pres­se­state­ment

Zwei Jah­re nach ihrer Ein­füh­rung ist klar: Die Bezahl­kar­te für Geflüch­te­te hält nicht, was poli­tisch ver­spro­chen wur­de. Sie ver­ein­facht Ver­fah­ren nicht, son­dern schafft neue Pro­ble­me. Sie ent­las­tet Kom­mu­nen nicht, son­dern pro­du­ziert zusätz­li­chen Ver­wal­tungs­auf­wand. Und sie stärkt nicht die Teil­ha­be von Geflüch­te­ten, son­dern schränkt ihren All­tag ein.

„Wer Geflüch­te­ten mit Miss­trau­en begeg­net und ihre Rech­te sys­te­ma­tisch beschnei­det, schafft kei­ne Teil­ha­be, son­dern Aus­gren­zung. Die Bezahl­kar­te steht für Dis­kri­mi­nie­rung, Kon­trol­le und Här­te – und trifft schutz­su­chen­de Men­schen im All­tag ganz kon­kret: Der Ein­kauf auf dem Markt, Kopier­geld für die Schu­le, ein gebrauch­tes Fahr­rad für das Kind oder die Teil­nah­me an einem Schul­aus­flug kön­nen dadurch zum Pro­blem wer­den oder ganz unmög­lich sein“, kri­ti­siert Karl Kopp, Geschäfts­füh­rer von PRO ASYL.

Denn Bar­geld ist nur begrenzt ver­füg­bar, Über­wei­sun­gen sind erschwert, und nicht alle Geschäf­te akzep­tie­ren die Kar­te. PRO ASYL kri­ti­siert die Bezahl­kar­te des­halb als Instru­ment staat­li­cher Dis­kri­mi­nie­rung. Sie unter­wirft Geflüch­te­te Son­der­re­geln, tech­ni­schen Beschrän­kun­gen und behörd­li­cher Kon­trol­le. Statt ihnen ein selbst­be­stimm­tes Leben zu ermög­li­chen, grenzt sie sie im All­tag aus.

Schon vor zwei Jah­ren hat­te PRO ASYL vor den Fol­gen gewarnt. Heu­te zeigt sich: Die Bezahl­kar­te ist kein Bei­trag zu weni­ger Büro­kra­tie, son­dern ein poli­ti­sches Sym­bol auf Kos­ten schutz­su­chen­der Men­schen. Sie stig­ma­ti­siert, kon­trol­liert und erschwert Teil­ha­be. PRO ASYL for­dert: Exis­tenz­si­chern­de Leis­tun­gen müs­sen dis­kri­mi­nie­rungs­frei aus­ge­zahlt wer­den. Die Bezahl­kar­te gehört abgeschafft.

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