18.06.2026

Pres­se­state­ment

In einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten gemein­sa­men State­ment war­nen PRO ASYL und 57 wei­te­re afgha­ni­sche und euro­päi­sche zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen vor den Plä­nen der EU, Ver­tre­ter der Tali­ban zu Gesprä­chen über Abschie­bun­gen nach Afgha­ni­stan nach Brüs­sel einzuladen.

Helen Reze­ne, Geschäfts­füh­re­rin von PRO ASYL:

„Wer Tali­ban-Ver­tre­ter nach Brüs­sel ein­lädt, um über Abschie­bun­gen nach Afgha­ni­stan zu ver­han­deln, sen­det ein ver­hee­ren­des Signal. Wäh­rend die Tali­ban in Afgha­ni­stan sys­te­ma­tisch Frau­en und Mäd­chen aus dem öffent­li­chen Leben drän­gen, Oppo­si­tio­nel­le ver­fol­gen und inter­na­tio­nal gegen die Tali­ban-Füh­rung ermit­telt wird, darf die EU die­ses Regime nicht als Part­ner für ihre Flücht­lings­po­li­tik akzep­tie­ren. Unter der Herr­schaft der Tali­ban ist Afgha­ni­stan kein siche­res Land. Gesprä­che über Rück­füh­run­gen gefähr­den den Schutz von Men­schen, die vor Ver­fol­gung und schwers­ten Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen geflo­hen sind, und unter­gra­ben die Glaub­wür­dig­keit der euro­päi­schen Men­schen­rechts­stan­dards. Statt Abschie­bungs­ab­kom­men mit den Tali­ban braucht es siche­re und lega­le Zugangs­we­ge zum Schutz – fai­re Asyl­ver­fah­ren, Fami­li­en­nach­zug, huma­ni­tä­re Visa und Resettlement.“

Das gemein­sa­me State­ment “Afghan and Euro­pean civil socie­ty oppo­se EU enga­ge­ment with the Tali­ban on depor­ta­ti­ons” (hier die deut­sche Über­set­zung) wur­de vom Dach­ver­band euro­päi­scher Flücht­lings­or­ga­ni­sa­tio­nen Euro­pean Coun­cil on Refu­gees and Exi­les (ECRE) initi­iert und von 58 Orga­ni­sa­tio­nen aus zahl­rei­chen euro­päi­schen Län­dern unterzeichnet.

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