15.09.2026

Am 16. Sep­tem­ber jährt sich der Tod von Jina Mah­sa Ami­ni zum vier­ten Mal. Die von ihrem Tod aus­ge­lös­te Bewe­gung „Frau, Leben, Frei­heit“ im Iran ist inzwi­schen weit­ge­hend aus der öffent­li­chen Auf­merk­sam­keit ver­schwun­den. Doch im Iran hält die staat­li­che Repres­si­on an, ins­be­son­de­re gegen Frau­en, poli­ti­sche Aktivist*innen, Journalist*innen und Ange­hö­ri­ge von Min­der­hei­ten. Gleich­zei­tig hat Deutsch­land allein in die­sem Jahr bereits drei Men­schen in den Iran abgeschoben.

Helen Reze­ne, Geschäfts­füh­re­rin von PRO ASYL:

„Die Bewe­gung ‚Frau, Leben, Frei­heit‘ lebt. Hin­rich­tun­gen, will­kür­li­che Haft und bru­ta­le Ver­fol­gung haben sie nicht zum Schwei­gen gebracht. Im Iran kämp­fen Men­schen wei­ter für Frei­heit – unter Ein­satz ihres Lebens. Deutsch­land darf sie nicht im Stich las­sen. Huma­ni­tä­re Visa für poli­tisch Ver­folg­te und ver­letz­te Demons­trie­ren­de müs­sen schnell und unbü­ro­kra­tisch erteilt wer­den. Die Bun­des­re­gie­rung hat die Ertei­lung huma­ni­tä­rer Visa fak­tisch auf weni­ge Aus­nah­me­fäl­le redu­ziert. Damit fehlt aus­ge­rech­net beson­ders gefähr­de­ten Oppo­si­tio­nel­len sowie ver­letz­ten Demons­trie­ren­den ein siche­rer Flucht­weg. Vie­le von ihnen sit­zen nach ihrer Flucht in Dritt­staa­ten wie der Tür­kei fest und müs­sen wei­ter­hin eine Abschie­bung in den Iran fürch­ten. Sie brau­chen drin­gend siche­re Auf­nah­me und Schutz.”

Alle Presse­mitteilungen