05.05.2026

Karl Kopp, Geschäfts­füh­rer von PRO ASYL, zieht Bilanz zu einem Jahr Flücht­lings­po­li­tik der aktu­el­len Bundesregierung:

Ein Jahr nach dem Amts­an­tritt der Bun­des­re­gie­rung unter Kanz­ler Fried­rich Merz fällt die flucht­po­li­ti­sche Bilanz von PRO ASYL ver­hee­rend aus:

Die Bun­des­re­gie­rung setzt auf Abschre­ckung und nimmt dabei teils offe­ne Rechts­brü­che in Kauf. Das Ergeb­nis ist vor allem eines: mehr Leid für Schutz­su­chen­de und mehr Rücken­wind für die Völ­ki­schen in Deutschland.

Die neue Här­te hat nicht zu mehr „Ord­nung“ geführt. Sie hat Men­schen­rech­te unter Druck gesetzt, Flucht gefähr­li­cher gemacht und die extre­me Rech­te wei­ter gestärkt. Dafür tra­gen Merz, Dob­rindt und die Koali­ti­on die poli­ti­sche Verantwortung.

Schlag­lich­ter zu Dob­rindts Flüchtlingspolitik

Die soge­nann­te Migra­ti­ons­wen­de des Bun­des­in­nen­mi­nis­ters Alex­an­der Dob­rindt ver­stößt an den deut­schen Gren­zen kal­ku­liert und tau­send­fach gegen Euro­pa­recht. Seit der Wei­sung von Alex­an­der Dob­rindt am 7. Mai 2025 wer­den auch Men­schen zurück­ge­wie­sen, die an der Gren­ze Schutz suchen. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin hat bereits im Juni 2025 in drei Kam­mer­be­schlüs­sen klar­ge­stellt, dass die­se Pra­xis rechts­wid­rig ist.

Die Aus­set­zung des Fami­li­en­nach­zugs für sub­si­di­är Schutz­be­rech­tig­te trennt Fami­li­en oft über Jah­re hin­weg. Das Recht auf Fami­lie wird für vie­le zur Fata Morgana.

Mit dem Stopp der Afgha­ni­stan-Auf­nah­me­pro­gram­me bricht die Bun­des­re­gie­rung zudem ihre staat­li­chen Schutz­ver­spre­chen. Deutsch­land hat beson­ders gefähr­de­ten Men­schen die Auf­nah­me zuge­sagt – und lässt vie­le von ihnen nun in aku­ter Gefahr zurück. Im Umgang mit den Tali­ban hat Dob­rindt eine wei­te­re rote Linie über­schrit­ten: Er betreibt die fak­ti­sche Nor­ma­li­sie­rung eines inter­na­tio­nal geäch­te­ten Terrorregimes.

Unter sei­ner Ver­ant­wor­tung ver­tei­digt Deutsch­land in Euro­pa nicht mehr Schutz­stan­dards und Men­schen­wür­de, son­dern treibt Abschot­tung und die Aus­la­ge­rung von Schutz­ver­ant­wor­tung voran.

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