Image
Foto: Max Klöckner

Mit dem Gesetz zur Bestimmung sicherer Herkunftsstaaten durch Rechtsverordnung, das am 1. Februar 2026 in Kraft trat, bestätigte die Bundesregierung die Liste der Staaten, die angeblich sicher sein sollen – darunter auch Ghana, Senegal und Georgien. Dabei gibt es Rechtsprechung, die dem widerspricht.

Vor­bei an Bun­des­rat und Bun­des­tag hat die Bun­des­re­gie­rung erst­mals per Rechts­ver­ord­nung, und damit aus Sicht von PRO ASYL ver­fas­sungs­recht­lich höchst pro­ble­ma­tisch, die Län­der Alba­ni­en, Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na, Geor­gi­en, Gha­na, Koso­vo, Mol­dau, Mon­te­ne­gro, Nord­ma­ze­do­ni­en, Sene­gal und Ser­bi­en (erneut) als siche­re Her­kunfts­staa­ten bestimmt.

Die jüngs­te Recht­spre­chung jedoch wider­spricht die­ser Annah­me bei den Län­dern Geor­gi­en, Gha­na und Sene­gal: So hoben meh­re­re Ver­wal­tungs­ge­rich­te Ableh­nungs­be­schei­de von Schutz­su­chen­den aus die­sen Län­dern wie­der auf. Das Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF) hat­te ihre Anträ­ge nach § 29a Absatz 1 Asyl­ge­setz (AsylG) als offen­sicht­lich unbe­grün­det abge­lehnt, weil sie aus »siche­ren Her­kunfts­staa­ten« kämen. Die­se Ein­stu­fung ver­sto­ße gegen Uni­ons­recht und sei damit nicht anzu­wen­den, so die Ver­wal­tungs­ge­rich­te. Sie zogen dafür die Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on (EuGH) heran:

Ist das Land, aus dem eine asyl­su­chen­de Per­son kommt, als »siche­rer Her­kunfts­staat« ein­ge­stuft, besteht die Regel­ver­mu­tung, dass in dem Land weder Ver­fol­gung, Fol­ter, unmensch­li­che oder ernied­ri­gen­de Behand­lung oder Stra­fe noch Bedro­hung infol­ge will­kür­li­cher Gewalt im Rah­men eines inter­na­tio­na­len oder inner­staat­li­chen bewaff­ne­ten Kon­flikts zu befürch­ten sind. Schutz­su­chen­den aus die­sen Län­dern wird also pau­schal unter­stellt, kei­ne Schutz­grün­de zu haben und ihre Anträ­ge wer­den über­wie­gend als »offen­sicht­lich unbe­grün­det« abge­lehnt. Die antrag­stel­len­de Per­son kann ver­su­chen, die­se Regel­ver­mu­tung zu wider­le­gen, indem sie Tat­sa­chen oder Beweis­mit­tel dafür vor­trägt, dass ihr im Her­kunfts­land den­noch Ver­fol­gung droht. Die Beweis­last hier­für auf­sei­ten der schutz­su­chen­den Per­son ist jedoch immens.

Zudem haben Betrof­fe­ne, die eine Ableh­nung ihres Asyl­an­trags als »offen­sicht­lich unbe­grün­det« erhal­ten haben, deut­lich weni­ger Rechte:

- Nach § 74 AsylG ver­kürzt sich die Frist für die Betrof­fe­nen, um ein Rechts­mit­tel gegen eine ableh­nen­de Ent­schei­dung über den Asyl­an­trag ein­zu­le­gen, auf eine Woche (bei sons­ti­gen Ableh­nun­gen beträgt sie zwei Wochen).

- Nach § 75 AsylG ent­fällt die nor­ma­ler­wei­se auf­schie­ben­de Wir­kung eines Rechts­mit­tels, sodass trotz lau­fen­den Gerichts­ver­fah­rens die kla­gen­de Per­son abge­scho­ben wer­den kann.

- Dar­über hin­aus unter­lie­gen Men­schen aus soge­nann­ten siche­ren Her­kunfts­staa­ten wäh­rend dem lau­fen­den Asyl­ver­fah­ren stren­ge­ren Wohn­sitz­ver­pflich­tun­gen (§ 47 Absatz 1a AsylG, § 30a Absatz 3 AsylG) und Arbeits­ver­bo­ten (§ 61 Absatz 2, Satz 4 AsylG).

- Auch nach Ableh­nung des Asyl­an­trags besteht für Betrof­fe­ne – solan­ge sie gedul­det sind (§ 60a Absatz 6, Satz 1 Nr. 3 Auf­enthG) – ein dau­er­haf­tes Arbeits­ver­bot fort.

EuGH: Ein Staat ist nur sicher, wenn er es überall und für alle ist

Der EuGH hat­te im Okto­ber 2025 in einem Urteil fest­ge­legt: Ein euro­päi­scher Mit­glied­staat darf einen Dritt­staat nicht als siche­ren Her­kunfts­staat im Sin­ne des Arti­kel 37 in Ver­bin­dung mit Anhang I Asyl­ver­fah­rens­richt­li­nie dekla­rie­ren, wenn die­ser nicht für sei­ne gesam­te Bevöl­ke­rung sicher ist. Das heißt, selbst wenn in dem betref­fen­den Staat auch nur eine bestimm­te Per­so­nen­grup­pe Ver­fol­gung, Fol­ter, unmensch­li­che oder ernied­ri­gen­de Behand­lung oder Stra­fe droht, kann die­ser nicht als sicher dekla­riert werden.

Zudem hat­te der EuGH bereits ein Jahr zuvor im Okto­ber 2024 geur­teilt, dass ein Dritt­staat auch dann nicht sicher im Sin­ne des Arti­kels 37 in Ver­bin­dung mit Anhang I der Asyl­ver­fah­rens­richt­li­nie sein kann, wenn ein­zel­ne Tei­le des Lan­des unsi­cher sind. Ein Lan­des­teil ist dem­nach dann unsi­cher, wenn dort kei­ne hin­rei­chen­den recht­li­chen und poli­ti­schen Stan­dards eta­bliert sind, um einen durch­gän­gi­gen Schutz vor Ver­fol­gung und Miss­hand­lung zu gewährleisten.

Verwaltungsgerichte: Georgien, Ghana und Senegal als sicher einzustufen, ist europarechtswidrig

Vor dem Hin­ter­grund die­ser EuGH-Recht­spre­chung führ­ten die Ver­wal­tungs­ge­rich­te bezüg­lich der Staa­ten Geor­gi­en, Gha­na und Sene­gal aus, dass die­se ent­we­der für bestimm­te Per­so­nen­grup­pen oder in bestimm­ten Lan­des­tei­len nicht sicher sei­en. Damit sei die Ein­stu­fung die­ser Staa­ten als »sicher« mit Uni­ons­recht nicht vereinbar.

Das Ver­fah­ren vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt (VG) Ber­lin (Urteil vom 27. Novem­ber 2025 – 31 K 475/25 A) betraf einen Sene­ga­le­sen aus der Regi­on Casa­mance. Sein Asyl­an­trag wur­de als »offen­sicht­lich unbe­grün­det« abge­lehnt. Mit­hil­fe der Unter­stüt­zung durch PRO ASYL wehr­te er sich gegen den Ableh­nungs­be­scheid und bekam Recht. Das VG Ber­lin hob den Bescheid hin­sicht­lich des Offen­sicht­lich­keits­aus­spruchs auf, denn: Der Ein­stu­fung Sene­gals als »siche­rer Her­kunfts­staat« ste­he die dor­ti­ge Lage von Homo­se­xu­el­len, Mäd­chen und Tali­bé-Kin­dern entgegen.

So kön­nen in dem Land gleich­ge­schlecht­li­che sexu­el­le Hand­lun­gen nach Arti­kel 319 des sene­ga­le­si­schen Straf­ge­setz­buchs von 1965 als ein »Akt gegen die Natur« mit einer Geld- oder Frei­heits­stra­fe von bis zu fünf Jah­ren bestraft wer­den. Sol­che Stra­fen wur­den auch bereits ver­hängt. Damit müs­sen Homo­se­xu­el­le in Sene­gal Ver­fol­gung und Stra­fe befürchten.

Eben­so ist das Land für Mäd­chen auf­grund der hohen Gefahr einer Geni­tal­ver­stüm­me­lung nicht sicher. Mit einer » welt­weit höchs­ten Prä­va­lenz­ra­ten über­haupt« sei mit »einer Ein­tritts­wahr­schein­lich­keit von lan­des­weit pro­gnos­tisch 20 bis 25 Pro­zent» zu rech­nen, »was bereits für sich genom­men einer Ein­stu­fung Sene­gals als sicher ent­ge­gen­ste­hen wür­de«, so das Gericht. In eini­gen Regio­nen des Lan­des droht sogar mit einer 90-pro­zen­ti­gen Wahr­schein­lich­keit eine Geni­tal­ver­stüm­me­lung. Zwar ist die­se Pra­xis offi­zi­ell ver­bo­ten, jedoch man­ge­le es an »aus­rei­chend wirk­sa­mer Straf­ver­fol­gung«. Es lie­ge daher auf der Hand, »dass sich Mäd­chen im Klein­kind- oder Vor­schul­al­ter gegen die Ver­fol­gung nicht zur Wehr set­zen kön­nen und ihr voll­kom­men schutz­los aus­ge­lie­fert sind«, so das Gericht.

Auch Tali­bé-Kin­der, im Sene­gal bis zu Hun­dert­tau­send, die von ihren Fami­li­en oft aus finan­zi­el­len Grün­den in als »Daar­as« bezeich­ne­te Koran­schu­len geschickt wer­den, sind laut dem Urteil »als eine sozia­le Grup­pe täg­li­chen rele­van­ten Ver­fol­gungs­hand­lun­gen aus­ge­setzt«. Die meist drei- bis fünf­jäh­ri­gen Jun­gen wer­den durch die reli­giö­sen Füh­rer (»Mara­bouts«) in vie­len Fäl­len »für gewerbs­mä­ßi­ges Bet­teln miss­braucht und erfah­ren Ver­nach­läs­si­gung und Miss­hand­lung«. Das ste­he der Ein­stu­fung Sene­gals als »siche­ren Her­kunfts­staat« entgegen.

Der Beschluss des VG Bre­men (vom 6. August 2025, 7 V 2097/25) betrifft eine gha­nai­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge, die Eil­rechts­schutz gegen eine ange­droh­te Abschie­bung nach Gha­na ein­ge­legt hat­te. Ihr Asyl­an­trag wur­de eben­falls als »offen­sicht­lich unbe­grün­det« abge­lehnt, da Gha­na ein »siche­rer Her­kunfts­staat« sei.

Das VG Bre­men wider­sprach. Gha­na sei nicht für die gesam­te Bevöl­ke­rung sicher, denn LGBTQI*-Personen sind in dem Land staat­li­chen und nicht­staat­li­chen Über­grif­fen aus­ge­setzt: »Es kommt zu will­kür­li­chen Ver­haf­tun­gen, Erpres­sun­gen und erzwun­ge­nen Outings durch die Poli­zei. […] Auf­grund der all­ge­mei­nen homo­pho­ben Grund­stim­mung in Poli­tik und Gesell­schaft fin­den – zum Teil über die sozia­len Medi­en orga­ni­sier­te – gewalt­tä­ti­ge kör­per­li­che Angrif­fe durch die Bevöl­ke­rung auf LGBTQI*-Personen statt«, so das VG Bre­men. Die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den wür­den zwar ver­ein­zelt Ermitt­lun­gen bei ent­spre­chen­den Über­grif­fen auf­neh­men, sich jedoch häu­fig par­tei­isch zuguns­ten der tat­ver­däch­ti­gen Angrei­fer zeigen.

Ver­schlech­tert habe sich die Lage zudem durch ein Anti-LGBTQI*-Gesetzesentwurf (»Pro­mo­ti­on of Pro­per Human Sexu­al Rights and Gha­nai­an Fami­ly Values Bill«), der im August 2021 und spä­ter erneut im Febru­ar 2025 in das gha­nai­sche Par­la­ment ein­ge­brach­ten wur­de. Durch das Gesetz wür­de die bereits bestehen­de Kri­mi­na­li­sie­rung aller For­men nicht­he­te­ro­se­xu­el­ler Bezie­hun­gen, ein­schließ­lich ihrer Unter­stüt­zung, ver­schärft wer­den, so das Gericht. Der Geset­zes­ent­wurf wer­de »bereits jetzt sowohl in der Gesell­schaft als auch von Poli­zei­kräf­ten als gel­ten­des Recht wahr­ge­nom­men und als Grund­la­ge für Dis­kri­mi­nie­run­gen, Befra­gun­gen oder Drang­sa­lie­run­gen herangezogen«.

[Update: Das Gesetz, wel­ches bei Inkraft­tre­ten zu einer der restrik­tivs­ten Anti-LGBTQI*-Gesetzgebungen in Afri­ka wer­den wür­de, ist aktu­ell in zwei­ter Lesung. Prä­si­dent John Maha­ma hat bereits ange­kün­digt, es unter­zeich­nen zu wollen.]

Bereits mit Beschluss vom 11.03.2025 (31 L 473/24 A) ent­schied das VG Ber­lin, dass die Ein­stu­fung Geor­gi­ens als siche­res Her­kunfts­land mit Euro­pa­recht nicht ver­ein­bar ist. Dazu ver­öf­fent­lich­te PRO ASYL einen aus­führ­li­chen Gast­bei­trag von Mark Niklas Cuno und Bar­ba­re Lomashvili.

Die­se Linie behielt das VG Ber­lin in einem wei­te­ren Urteil vom 6. Okto­ber 2025 (38 K 219/25 A) bei. Zudem sind auch vom VG Leip­zig ähn­li­che Ent­schei­dun­gen (vom 7. August 2025 – 4 K 1783/25.A und vom 2. Sep­tem­ber 2025 – 4 L 684/25.A) ergan­gen. Auch das VG Düs­sel­dorf (Beschluss vom 30. Juli 2025 – 30 K 3228/25.A) und das VG Karls­ru­he (Urteil vom 14. Novem­ber 2025 – A 18 K 4125/25) sehen die Ein­stu­fung Geor­gi­ens als »siche­ren Her­kunfts­staat« als uni­ons­rechts­wid­rig an. Grund dafür ist die Lage von LGBTQI*-Personen in dem Land und die Situa­ti­on in den Regio­nen Abcha­si­en und Südossetien.

LGBTQI*-Personen sind in Geor­gi­en staat­li­cher und nicht­staat­li­cher Ver­fol­gung aus­ge­setzt, wel­che von geor­gi­schen Behör­den nicht auf­ge­klärt und ver­folgt wird. Dies stel­le eine flücht­lings­re­le­van­te Ver­fol­gung dar, lan­des­in­ter­ne Flucht­al­ter­na­ti­ven gäbe es nicht. Zudem wür­de dies nach Ansicht der Ber­li­ner Kam­mer nicht nur Ein­zel­fäl­le betref­fen: » Die Stig­ma­ti­sie­run­gen und Dis­kri­mi­nie­run­gen von LGBTQI*-Personen durch die geor­gi­sche Öffent­lich­keit sowie die aus­ge­üb­te phy­si­sche und psy­chi­sche Gewalt errei­chen ein sol­ches Maß, wäh­rend die Auf­klä­rung und Ver­fol­gung die­ser Taten gleich­zei­tig in einem nur der­art gerin­gen Umfang statt­fin­det, dass nicht nur von ein­zel­nen Über­grif­fen und ver­ein­zel­ten Schutz­lü­cken, son­dern zur Über­zeu­gung der Kam­mer von einem sys­te­mi­schen Schutz­pro­blem aus­zu­ge­hen ist.«

In den Urtei­len wird zudem aus­ge­führt: Auch die Lage in den Regio­nen Abcha­si­en und Süd­os­se­ti­en steht einer Ein­stu­fung Geor­gi­ens als sicher ent­ge­gen. Bei­de Lan­des­tei­le haben sich, unter­stützt von Russ­land, als unab­hän­gig erklärt und haben de fac­to eige­ne poli­ti­sche Sys­te­me außer­halb der Kon­trol­le der geor­gi­schen Regie­rung eta­bliert. Die Men­schen­rechts­la­ge wird in die­sen abtrün­ni­gen Gebie­ten als pre­kär beschrie­ben: Es gibt men­schen­rechts­wid­ri­ge Haft­be­din­gun­gen sowie Fäl­le von Fol­ter und Miss­hand­lun­gen durch Sicherheitskräfte.

Der Euro­päi­sche Gerichts­hof für Men­schen­rech­te hat wie­der­holt fest­ge­stellt, dass in Abcha­si­en und Süd­os­se­ti­en von Russ­land gegen das Recht auf Leben, das Ver­bot von Fol­ter und unmensch­li­cher oder ernied­ri­gen­der Behand­lung, das Recht auf Frei­heit und Sicher­heit, das Recht auf Ach­tung des Pri­vat- und Fami­li­en­le­bens, das Recht auf Schutz des Eigen­tums, das Recht auf Bil­dung sowie die Bewe­gungs­frei­heit ver­sto­ßen wird (Ent­schei­dung vom 9. April 2024 – 39611/18 – Rn. 39ff und vom 14. Okto­ber 2025 –39611/18 – Rn. 11ff).

Verschärfung durch die GEAS-Reform

Mit dem Inkraft­tre­ten der GEAS-Reform zum 12.6.2026 wird sich die recht­li­che Lage der Ein­stu­fung siche­rer Her­kunfts­staa­ten zum Nach­teil für in die EU flie­hen­den Men­schen ver­schär­fen: Ab dem 12.6.2026 kann – sowohl auf Uni­ons­ebe­ne als auch auf natio­na­ler Ebe­ne – ein Staat als »sicher« ein­ge­stuft wer­den, auch wenn die­ser Staat für bestimm­te Per­so­nen­grup­pen (zum Bei­spiel LGBTQI*-Personen) oder in bestimm­ten Regionen(wie Abcha­si­en und Süd­os­se­ti­en in Geor­gi­en) nicht sicher ist. Das heißt bestimm­te Per­so­nen­grup­pe und/oder Lan­des­tei­le wer­den von der Sicher­heits­ver­mu­tung aus­ge­nom­men (sie­he Arti­kel 61 Absatz 2 Ver­ord­nung (EU) 2024/1348).

Jedoch gilt: Für alle bis zum Stich­tag des 12.06.2026 gestell­ten Asyl­an­trä­ge gilt das bis­he­ri­ge Recht und die bis­he­ri­ge EuGH-Rechtsprechung.

PRO ASYL kri­ti­siert grund­sätz­lich das Kon­zept der »siche­ren Her­kunfts­staa­ten«, da es in der Regel dem Ein­zel­fall nicht gerecht wird. Poli­ti­sche Situa­tio­nen ver­än­dern sich kon­ti­nu­ier­lich und sind für unter­schied­li­che gesell­schaft­li­che Grup­pen völ­lig heterogen.

(Gali­na Ebert, Refe­ren­da­rin bei PRO ASYL von Janu­ar bis April 2026, fw, pva)