Stellungnahme zum KI-Migrationsverwaltungsgesetz

July 2026

Stel­lung­nah­me zum Refe­ren­ten­ent­wurf des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern für einen Ent­wurf eines Geset­zes zum Ein­satz Künst­li­cher Intel­li­genz in der Migra­ti­ons­ver­wal­tung (KI-Migra­ti­ons­ver­wal­tungs­ge­setz – KIMVG)

Mit dem Refe­ren­ten­ent­wurf für den Ein­satz von Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) in der Migra­ti­ons­ver­wal­tung soll noch vor der Som­mer­pau­se das Kabi­nett einen Gesetz­ent­wurf beschlie­ßen, der eine neue Wei­chen­stel­lung für die Zukunft von fai­ren Asyl- und Visa­ver­fah­ren sowie auf­ent­halts­recht­li­chen Ver­fah­ren in Deutsch­land bedeu­ten könnte.

Der vor­lie­gen­de Refe­ren­ten­ent­wurf ver­fehlt die Anfor­de­run­gen an gerech­te und fai­re Ver­wal­tungs­ver­fah­ren im Sin­ne grund­rechts­kon­for­mer Ver­fah­rens­ge­stal­tung (Arti­kel 1 Absatz 3 Grund­ge­setz (GG)) und effek­ti­ven Rechts­schut­zes (Arti­kel 19 Absatz 4 GG, Arti­kel 47 EUGrund­rech­te­char­ta (GrCH)) — er schafft statt­des­sen die nor­ma­ti­ve Grund­la­ge für intrans­pa­ren­te, algo­rith­misch gesteu­er­te Ent­schei­dungs­pro­zes­se, die weder für Betrof­fe­ne nach­voll­zieh­bar noch vor Gericht sub­stan­ti­iert angreif­bar sind.

Juli 2026, 8 S.