Ominöse Gutachten aus dem Deutschen Orientinstitut
Gutachten wie aus "1001 Nacht", so kommentiert SPIEGEL Online die jahrelange Praxis des Deutschen Orientinstitutes (DOI), Gutachten für deutsche Verwaltungsgerichte zu verfassen, die bei Asylverfahren eine wichtige Rolle spielten. Verfasst wurden die Gutachten von Uwe Brocks, einem Hamburger Rechtsanwalt mit dem Fachgebiet Medizinrecht. Der firmierte als freier Mitarbeiter des DOI und gab in dessen Namen gutachterliche Stellungnahmen ab. Für deren Richtigkeit zeichnete in den meisten Fällen DOI-Direktor Udo Steinbach, als Nahostexperte Dauergast in deutschen Talkshows. PRO ASYL hatte Professor Steinbach in mehreren Schreiben (siehe unten) auf mangelhafte und unseriöse Gutachten seines Experten Brocks aufmerksam gemacht. Professor Steinbach antwortete nicht. Ein schlechtes Zeugnis stellen die Vorgänge aber auch der deutschen Justiz aus. Offenbar verließen sich deutsche Verwaltungsrichter in Asylverfahren blindlings auf das Etikett des Deutschen Orientinstitutes, ohne sich für die Sachkunde des Gutachters ernsthaft zu interessieren. Deutsche Steuerzahler haben über Jahre hinweg nach Schätzung von SPIEGEL online Hunderttausende von Euro gezahlt - für mangelhafte Asylgutachten mit teilweise rassistischem Beigeschmack. Ob Steinbach seinen Kontrollpflichten nachgekommen ist oder die Missstände geradezu ermöglicht hat, wird gegebenenfalls noch die Justiz zu prüfen haben.
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Schreiben von PRO ASYL an Prof. Dr. Udo Steinbach:
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