In diesen Tagen kommen die letzten von insgesamt 2.500 von Deutschland aufgenommenen Irakflüchtlingen an. So wichtig und gut die Aufnahmeaktion für die Aufgenommenen war - sie bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn weiter nichts geschieht. Hunderttausende Flüchtlinge in der Region fristen weiter ein angstvolles, schutzloses Dasein ohne Perspektive. Staaten wie Syrien, Jordanien oder die Türkei sind überfordert. UNHCR erwartet von Deutschland die Beteiligung am Flüchtlingsaufnahmeprogramm der Vereinten Nationen. Die EU-Kommission strebt ein gemeinsames Aufnahmeprogramm an. Doch die Koalition aus CDU/CSU und FDP handelt nicht.
Unterstützen Sie unsere E-Mail-Aktion an Bundesinnenminister de Maizière!
Appellieren Sie an ihn, ein Flüchtlingsaufnahmeprogramm in Deutschland einzurichten. Im Rahmen der save me-Kampagne stehen tausende Menschen dahinter, in fast 50 deutschen Städten gibt es entsprechende lokale Initiativen.
Fordern Sie persönlich den Bundesinnenminister zu einer angemessenen Beteiligung Deutschlands an der Flüchtlingsaufnahme auf!
Zur Aktion Verantwortung übernehmen - Flüchtlinge aufnehmen!
Skandalöser Pakt mit Syrien
Unfaire Gerichtsverfahren, willkürliche Inhaftierung, Verfolgung, Schikanierung und Folter sind in der syrischen Diktatur tägliche Realität. Trotzdem setzt Deutschland tatkräftig ein Abkommen zur Abschiebung in den Unrechtsstaat um. 2008 wurde ein bilaterales Rücknahmeabkommen unterzeichnet. Seit dessen Abschluss betreibt die Bundesregierung Abschiebepolitik in die Rechtlosigkeit.
Dramatische Fakten zum Schicksal von aus Deutschland abgeschobenen Syrern erhält ein erst jetzt bekannt gewordener „Ad hoc-Ergänzungsbericht zum Bericht über die asyl- und abschiebungsrelevante Lage in der Arabischen Republik Syrien“. Trotzdem werden bedenkenlos auch Familien zur Rückkehr gezwungen. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen haben zusammen mit PRO ASYL die Bundesregierung aufgefordert, das Rückübernahmeabkommen unverzüglich auszusetzen und einen sofortigen Abschiebungsstopp nach Syrien zu verhängen.
Reise ohne Rückkehr - Endstation Frankfurter Flughafen
Der neue Kurzfilm von Güclü Yaman zeichnet das Schicksal des Flüchtlings Aamir Ageeb nach, der 1999 während seiner Abschiebung getötet wurde. Gefesselt und mit Helm wurde der sudanesische Flüchtling im Flugzeug niedergedrückt und erstickte, die verantwortlichen Beamten kamen mit Bewährungsstrafen davon. Der Fall Ageeb ist kein Einzelfall. Immer wieder kommen Menschen ums Leben, die sich gegen ihre Abschiebung wehren. Reise ohne Rückkehr>>
Flüchtlingshilfe in Griechenland - unser Projekt vor Ort
Griechenland ist für tausende schutzsuchender Menschen das Tor nach Europa. In kleinen Schlauchbooten wagen sie die Überfahrt von der Türkei zu den griechischen Inseln. Wer nicht von der Küstenwache und FRONTEX-Verbänden zurückgedrängt wird, den erwarten bei Ankunft im EU-Mitgliedstaat Griechenland weder Sicherheit noch Schutz. Seit Jahren dokumentiert PRO ASYL systematische Menschenrechtsverletzungen, überfüllte Haftlager und das Fehlen eines funktionierenden Asylsystems. Hier ist das die europäische Realität. Es besteht dringender Handlungsbedarf, denn ohne zivilgesellschaftlichen Druck und Einsatz ist eine Verbesserung dieser katastrophalen Verhältnisse nicht zu erwarten. Um Schutzsuchenden in Griechenland zur Seite stehen zu können, ist PRO ASYL seit 2008 mit einem Kooperationsprojekt vor Ort.
Gegen Lagerzwang für Flüchtlinge! Für ein humanes Bleiberecht!
80.000 Menschen in Deutschland werden gezwungen, in Lagern zu leben. Das Lagerleben bedeutet zumeist:
Viele Menschen auf engstem Raum, kein Privatleben, Arbeitsverbote, keine ausreichende medizinische Versorgung, Anwesenheitskontrollen, Essenspakete. Viele Betroffene werden krank angesichts dieser Zustände. Es ist an der Zeit, diesen andauernden Skandal zu beenden.
Faltblatt zum Lagerzwang (PDF)
Faltblatt zum Bleiberecht (PDF)
Internationale Wochen gegen Rassismus
PRO ASYL und Interkultureller Rat rufen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 15. bis 28. März dazu auf, die Lebenssituation von Flüchtlingen zu... mehr >>
Europäischer Gerichtshof entscheidet zu Widerrufsverfahren
Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) hat am 2. März 2010 in einem Urteil entschieden, unter welchen Voraussetzungen der Flüchtlingsstatus widerrufen werden... mehr >>
Interview zur Tour mit den Toten Hosen
PRO ASYL begleitete die „Machmalauter“-Tour der Toten Hosen. Bei fast 30 Konzerten der Band in Deutschland war PRO ASYL mit Info-Ständen zur Save me-Kampagne vor Ort.... mehr >>
Presseerklärungen von PRO ASYL
Jugendlicher erhängt sich in Abschiebungshaft in Hamburg
PRO ASYL: Inhaftierung und Abschiebung von Minderjährigen beenden
Ein siebzehnjähriger Junge hat sich in Abschiebungshaft das Leben genommen.... mehr >>
Göttinger Friedenspreis für PRO ASYL
„Flüchtlingsrechte sind Menschenrechte“
PRO ASYL ist heute für die Kampagne „Stoppt das Sterben“ mit dem Göttinger Friedenspreis 2010 der Stiftung Dr.... mehr >>
Dossier zur Situation auf Lesbos
Minderjährige Flüchtlinge werden in Griechenland wie Erwachsene behandelt und als "illegale Einwanderer" betrachtet. Sie werden inhaftiert, vegetieren unter menschenunwürdigen Bedingungen dahin oder landen in der Obdachlosigkeit. Der griechische Staat sorgt weder für Unterkunft noch für soziale oder medizinische Unterstützung. Auf Lesbos waren im besonders berüchtigten Haftlager Pagani zeitweise bis zu tausend Menschen eingepfercht, darunter zahlreiche Minderjährige. Roland Kirbach schildert die Situation sehr eindringlich im aktuellen Dossier der ZEIT: Der Kinderknast von Lesbos
Abschiebungen in den Kosovo stoppen
Abgeschobene Roma und Angehörige anderer Minderheiten haben im Kosovo kaum eine Chance, eine menschenwürdige Existenz zu begründen. Ihnen steht ein Leben am Rande des physischen Existenzminimums bevor. Trotzdem bekräftigt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage ihren Willen, diese Menschen in den Kosovo abzuschieben. Die vielfach belegten Diskriminierungen werden darin relativiert oder verneint.
PRO ASYL hat bereits im vergangenen Jahr einen Recherchebericht zur desolaten Lebenssituation von Roma und Angehörigen anderer Minderheiten im Kosovo veröffentlicht. Ein Bericht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zur Umsetzung der Strategie zur Reintegration von repatriierten Personen in den kosovarischen Gemeinden bestätigt, dass die Betroffenen buchstäblich im Nichts landen. PRO ASYL fordert die Innenminister des Bundes und der Länder deshalb auf, aus den Berichten die Konsequenzen zu ziehen und die Abschiebungen zu stoppen.
Bericht zur Lage von aus Deutschland abgeschobenen Minderheiten im Kosovo >>
Aufruf: Keine Abschiebungen von Roma-Flüchtlingen >>
„Angeordnete Freiwilligkeit“ – Studie zur Unterstützung von Rückkehrern in das Kosovo >>






