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Europäisches Netzwerk ICF

Gemeinsam Grenzen überwinden

Das Informations- und Kooperationsforum (ICF) ist ein transnationales Asyl-Netzwerk in Mitteleuropa. Partner im ICF sind Menschenrechtsorganisationen aus Deutschland, Österreich, Polen, Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn. ICF setzt sich für eine Verbesserung der sozialen Aufnahmebedingungen von Asylsuchenden ein und wird vom Europäischen Flüchtlingsfond gefördert.

Koordiniert von PRO ASYL stärkt ICF die Zusammenarbeit von Menschenrechtsorganisationen in den Mitgliedstaaten im Westen und in den neuen Mitgliedstaaten an der östlichen Außengrenze der Europäischen Union (EU).

Die Harmonisierung des europäischen Asylrechts und die Erweiterung der Europäischen Union auf 25 Mitgliedstaaten schafft neue Bedingungen und Herausforderungen für die Arbeit im Asyl- und Menschenrechtsbereich. Durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Vernetzung von Ideen und Aktivitäten können Fehlentwicklungen in der Umsetzung des europäischen Asylrechts und der Asylpraxis mit gebündelter Kraft angegangen werden. [mehr: Anstoß]

Die ICF-Partner arbeiten vor Ort unter wirtschaftlich, politisch und kulturell sehr verschiedenen Bedingungen. Dabei verbindet uns über nationalstaatliche Grenzen hinweg aber ein gemeinsames Ziel: eine menschenwürdige Asylpolitik und -praxis für Flüchtlinge in Europa. Wir arbeiten eng mit dem Europäischen Rat für Flüchtlinge (ECRE) und dem Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) zusammen. Zugleich profitiert ICF von anderen europäischen Vernetzungen, zum Beispiel im Rahmen des EU-Programms "EQUAL". [mehr: Kooperation]

Alle ICF-Partner bringen große Kompetenz und praktische Erfahrung in das Netzwerk ein. Gleichzeitig profitieren wir durch den regen Austausch von Informationen und aktiver Teilhabe an der Weiterentwicklung von Fähigkeiten und sinnvollen Projekten im Menschenrechtsbereich. [Europa-Broschüre öffnen] [mehr: Aktion]                 

Für menschenwürdige Aufnahmebedingungen und faire Asylverfahren für Flüchtlinge

Für die Menschen, die in den EU-Mitgliedstaaten Schutz suchen, sind menschenwürdige Aufnahmebedingungen lebenswichtig. Dazu gehören materielle Leistungen, aber auch die Teilhabe am sozialen und wirtschaftlichen Leben im Aufnahmestaat, zum Beispiel der Zugang zu Bildung, Sprachkursen und Arbeitsmarkt. Menschenwürdige Aufnahmebedingungen unterstützen Asylsuchende, ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu führen und sind zudem die Grundvoraussetzung für faire und effiziente Asylverfahren. [mehr]

Aufnahme ist Menschenrecht

Die europäische "Richtlinie zur Festlegung von Mindestnormen für die Aufnahme von Asylbewerbern in den Mitgliedstaaten" definiert Mindeststandards im Bereich der Aufnahme. Zusätzliche Aufmerksamkeit wird der Situation von "Besonders Schutzbedürftigen", zum Beispiel traumatisierten oder minderjährigen Flüchtlingen, gewidmet.

Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, die Richtlinie vollständig umzusetzen. Tatsache ist aber, dass sich die EU-Staaten dieser Verantwortung widersetzen und viele der geforderten Mindestnormen nicht einhalten. Dies wird besonders deutlich in den Länderberichten der Netzwerk-Partner zur Situation der Aufnahmebedingungen in den jeweiligen Ländern. Dass sich die Aufnahmebedingungen und somit die sozialen Lebenswirklichkeiten von Asylsuchenden in der EU sehr unterschiedlich gestalten, ist teilweise aber auch in der Richtlinie selbst begründet, die in einigen elementaren Fragen zu großen Spielraum nach unten gewährt. [mehr]

Wie ECRE und UNHCR vertritt das ICF-Netzwerk die Ansicht, dass die Mindeststandards in den EU-Richtlinien nicht am Ende, sondern am Anfang der angestrebten Verbesserung der Lebenssituation schutzbedürftiger Menschen stehen sollten. Deshalb begleitet ICF die Umsetzung der Aufnahmerichtlinie und versucht diesen Prozess positiv zu beeinflussen. Die Opfer von Menschenrechtsverletzungen dürfen unter keinen Umständen durch weitere Abschreckungsmaßnahmen erneut ausgegrenzt und diskriminiert werden.

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