Sie sind hier: Home > Themen > News
16.04.2009

Tod auf dem Mittelmeer

Das türkische Frachtschiff „Pinar“ rettete am 18.04.2009 südwestlich der italienischen Insel Lampedusa 140 Flüchtlinge aus zwei kleinen Booten, die in Seenot geraten waren. Aufgrund von Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen Italien und Malta bekam das Schiff mehrere Tage keine Einlauferlaubnis. Da in Italien der nächst gelegene Hafen sei, schob Malta die Zuständigkeit Italien zu. Italien hingegen stellte sich auf den Standpunkt, die Flüchtlinge müssten nach Malta gebracht werden, da sie im maltesischen Such- und Rettungszuständigkeitsbereich seien. Die Geretteten mussten mehrere Tage ohne ausreichend Wasser und Nahrung auf dem Frachtschiff verbleiben. Nach Angaben von Ärzten waren viele Betroffene in einem schlechten Gesundheitszustand. Zwei Flüchtlinge mussten per Helikopter ins Krankenhaus ausgeflogen werden. Eine ca. 20 Jahre alte Frau war bereits tot von einem der Flüchtlingsboote geborgen worden. Schließlich erklärte sich Italien zur Aufnahme der Flüchtlinge bereit.

 

Quelle:

www.euronews24.org/europe/italy-gives-stranded-migrants-water/

 


» zur Übersicht