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18.06.2009

Mann ertrinkt im Fluss

In Calais ist ein Migrant aus Eritrea ertrunken, als er sich im Fluss waschen wollte. Die Strömung riss ihn mit. Für die ca. 500 sans papiers, die sich in Calais aufhalten, gibt es seit sechs Monaten nur noch eine Dusche. Die Menschen dort warten auf eine Gelegenheit, nach Großbritannien zu kommen. Die Dusche befindet sich in der medizinischen Ambulanz eines Krankenhauses, in der sich die Migrantinnen und Migranten drängen, die zur Behandlung ihrer Krätze kommen. Andere Kranke – auch Migranten – können nicht mehr mit der notwendigen Sorgfalt versorgt werden. Zwar wollte die katholische Hilfsorganisation Secours Catholique Duschgelegenheiten bauen, aber die Stadt lehnte die Baugenehmigung ab. Die Stadtverwaltung von Calais will Duschen 14 Kilometer außerhalb der Stadt bauen, die sans papiers sollen unsichtbar werden. So starb ein Mann aus Eritrea, weil er keine Dusche nehmen konnte.

Zum Artikel der Libération (franz.) >>


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