Mindestens 20 Tote vor der Küste Marokkos
33 Meilen vor der afrikanischen Küste, zwischen Melilla und Almería, rettete ein Containerschiff am 25.08.2008 25 Flüchtlinge vor dem Ertrinken. Als das Schiff die Menschen an Bord nahm, war das Flüchtlingsboot bereits halb untergegangen. Der Seenotrettungsdienst unterstützte die Hilfsaktion nicht. Aufgrund eines defekten Ruders hatte das überfüllte Boot den Kurs von Marokko nach Spanien nicht halten können. Die Flüchtlinge wurden in den Hafen von Málaga gebracht. 3 von ihnen mussten ins Krankenhaus eingewiesen werden. Unter den Geretteten befinden sich 5 Minderjährige. Die überwiegend aus Südafrika, Tschad, Ruanda, Eritrea und Kenia stammenden Erwachsenen sollen abgeschoben werden. Laut Aussagen der Überlebenden sind mehrere Menschen bei der Überfahrt ums Leben gekommen und die Leichen über Bord geworfen worden. Eine Frau berichtete dem Roten Kreuz, dass sie ihren Mann und ihre drei Kinder verloren hat. Wieviele Flüchtlinge insgesamt die Überfahrt nicht überlebt haben, ist bisher ungeklärt. Von spanischer Seite wurde bisher nichts unternommen, um nach den Toten zu suchen. Die spanischen Behörden haben lediglich mit einem Fax die marokkanische Polizei über den Vorfall informiert. Pressemeldungen gehen von mindestens 20 Todesopfer aus.

