Klimawandel schafft Klimaflüchtlinge
Laut UNHCR gibt es bereits jetzt seriösen Schätzungen zufolge jährlich 20 Millionen Menschen, die wegen des Klimawandels zumindest zeitweise ihre Heimatorte verlassen müssen.
Immer wieder fliehen Menschen aufgrund häufiger Dürren, einer kontinuierlichen Verschlechterung der Böden und der Zunahme extremer Wetterereignisse. Die Konferenz von Kopenhagen braucht ein positives Ergebnis nicht nur durch eine ambitionierte Verpflichtung zur Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen und Hilfszusagen der Industriestaaten zur Unterstützung von Klimaanpassungsstrategien. Selbst wenn es gelingt, die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch zu verhindern, wird es vermehrt klimabedingte Zwangsmigration geben. Die Betroffenen müssen geschützt und unterstützt werden.
PRO ASYL fordert, dass Programme zur dauerhaften Ansiedlung von Menschen geschaffen werden, die als Opfer von durch Klimawandel verursachte Zwangsmigration nicht in die Herkunftsregionen zurückkehren können. In einer aktuellen Studie zum Zusammenhang von Klimawandel und Menschenrechten empfiehlt die Autorin, ein Instrument zur Teilung der Verantwortung zu implementieren, das neben der Verteilung der finanziellen Belastung auch die Verantwortung zum Schutz von vom Klimawandel besonders betroffenen Regionen und den dort lebenden oder von dort flüchtenden Menschen aufteilt.
Studie des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte zum Download (PDF) >>
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