In Italien leben Flüchtlinge in Obdachlosigkeit und Elend
Flüchtlinge – sowohl asylsuchende, als auch solche, die einen Schutzstatus bereits erhalten haben, leben in Italien großenteils im absoluten Elend und in Obdachlosigkeit. Die meisten werden nach spätestens sechs Monaten vom rudimentären italienischen System zur Unterbringung ausgespien und landen ohne jede Hilfe im Nichts. Dies belegt ein heute von PRO ASYL veröffentlichter Bericht „Zur Situation von Flüchtlingen in Italien“. Die Autoren, Maria Bethke und Dominik Bender, haben im Herbst letzten Jahres die Zustände untersucht – insbesondere in Rom. Sie sprachen mit Flüchtlingen, die in Abbruchhäusern und auf Brachflächen am Rande der Stadt lebten sowie mit Vertretern von UNHCR, den Kirchen und Nichtregierungsorganisationen. Das Ergebnis: Die Zustände sind großenteils menschenunwürdig. Betroffen sind auch viele, denen Italien irgendeine Form von Schutz und ein Aufenthaltsrecht gewährt. Die Knappheit an Aufnahmeplätzen führt dazu, dass selbst diese Schutzberechtigten in aller Regel sich selbst überlassen bleiben. Ohne Anspruch auf Wohnraum oder die Sicherung eines Existenzminimums finden sie sich in einem über viele Jahre hinweg währenden Überlebenskampf wieder.
Bericht „Zur Situation von Flüchtlingen in Italien">>
Update: Eine Englische Übersetzung des Berichts erscheint am 2. August 2011
Report "The Living Conditions of Refugees in Italy"
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