EU-Flüchtlingspolitik
25 Jahre Schengen: kein Grund zum Feiern
Europa feiert das Vierteljahrhundertjubiläum des sogenannten Schengener Abkommens. Das am 14. Juni 1985 in der luxemburgischen Stadt Schengen geschlossene Abkommen markiert nach offizieller Lesart den Beginn einer europäischen Erfolgsgeschichte, den Einstieg in ein Europa ohne Binnengrenzen.
Die hässliche Kehrseite: Die Freizügigkeit im Schengenland, das mittlerweile 25 europäische Staaten umfasst, wurde teuer erkauft. Über 15.000 Flüchtlinge und Migranten – mehr als 10.000 allein im Mittelmeer
Dossier zur Situation auf Lesbos
Minderjährige Flüchtlinge werden in Griechenland wie Erwachsene behandelt und als "illegale Einwanderer" betrachtet. Sie werden inhaftiert, vegetieren unter menschenunwürdigen Bedingungen dahin oder landen in der Obdachlosigkeit. Der griechische Staat sorgt weder für Unterkunft noch für soziale oder medizinische Unterstützung. Auf Lesbos waren im besonders berüchtigten Haftlager Pagani zeitweise bis zu tausend Menschen eingepfercht, darunter zahlreiche Minderjährige. Roland Kirbach schildert die
Immer weniger Flüchtlingen gelingt die Flucht nach Spanien
Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die es bis an die spanische Küste geschafft haben, ist im vergangenen Jahr auf ein Zehnjahrestief gesunken. Auf den kanarischen Inseln kamen nur noch 2.242 Flüchtlinge und Migranten an, was weniger als einem Drittel der Ankömmlinge im Vorjahr entspricht und weit unter der bisherigen Höchstzahl von 31.600 im Jahr 2006 liegt.
Spaniens Premierminister Jose Luis Rodriguez Zapatero bezeichnete den starken Rückgang als Ergebnis der verschärften Grenzkontrollen und verme
Griechenland verletzt EU-Asylrecht
Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht. PRO ASYL hat am 10. November 2009 zusammen mit Flüchtlingsorganisationen aus den Niederlanden, Finnland und Großbritannien eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht.
Freispruch im Cap Anamur-Prozess
Nach mehrjährigen Verhandlungen sprach ein Strafgericht in Agrigent auf Sizilien am Mittwoch, den 7. Oktober 2009, ehemaligen Cap-Anamur-Chef Elias Bierdel und den Kapitän Stefan Schmidt frei. Für die beiden Freigesprochenen gehen Jahre großer Ungewissheit zu Ende. PRO ASYL ist erleichtert über diesen Ausgang des Verfahrens. Trotz des Freispruchs bleibt das Verfahren gegen die Lebensretter ein Skandal. Dass überhaupt ein Strafverfahren eingeleitet worden ist, war ein Mittel zum politisch erstre
Das Gesetz des Dschungels: Flüchtlingskinder in Europa
Die Ergebnisse der letzten Treffens der EU-Innenminister sind beschämend und sie folgen einem altbekannten Muster: Keine Einigung wurde erzielt bei der Frage, ob und wie künftig eine wirkliche innereuropäische Solidarität bei Verteilung von Asylsuchenden gestaltet sein soll. Die Innenminister waren sich sehr schnell einig, dass die europäische Grenzschutzagentur Frontex effizienter die letzten Fluchtwege über See blockieren soll und die Transitländer, egal wie es dort um die Menschenrechte beste
Grundlegende Wende in der EU-Flüchtlingspolitik gefordert
Mit einem gemeinsamen Positionspapier fordert ein Bündnis bestehend aus Amnesty International, AWO, Caritas, Diakonie, Deutscher Anwaltverein, Deutsches Rotes Kreuz, Neue Richtervereinigung, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband und PRO ASYL eine grundlegende Wende in der europäischen Flüchtlingspolitik.
Die Organisationen werfen der EU Völkerrechtsverletzungen vor, wenn Schutzsuchende durch die europäische Grenzschutzagentur Frontex auf dem offenen Meer zurückgedrängt werden. Aufgegriffen
E-Mail-Aktion erfolgreich abgeschlossen
An der E-Mail-Aktion „Ihre Stimme für die Menschenrechte!“ haben sich vor und nach der Europawahl mehr als 3.300 Unterzeichner und Unterzeichnerinnen beteiligt. Zudem hat die Aktion den Deutschen Multimedia Award 2009 gewonnen. Eine Auszeichnung in Gold in der Kategorie E-Mail erhielt die E-Mail „Menschenrechte verschwinden“, die sich nach dem Öffnen langsam auflöst. Insgesamt wurden 300 Arbeiten von 125 Agenturen, Dienstleistern und Auftraggebern beim DMMA eingereicht. Glückwunsch und herzliche
Offener Brief an EU-Kommission
Nachfolgend dokumentieren wir den Offenen Brief von PRO ASYL an den Vizepräsident der EU-Kommission, Jacques Barrot, zum Zurückdrängen von Bootsflüchtlingen nach Libyen durch Italien:
Jacques Barrot, EUROPEAN COMMISSION, B-1049 BRUSSELS
Frankfurt am Main, den 14. Mai 2009
Offener Brief
Verletzung des internationalen Flüchtlingsrechtes - Italienische Marineeinheiten fangen Bootsflüchtlinge in internationalen Gewässern ab und drängen sie zurück nach Libyen
Sehr geehrter Vizepräsident,
wir s
Die Politik spielt Pontius Pilatus
Wie Europa mit den Flüchtlingen umgeht
von Dr. Heribert Prantl
Menschenrechtsberichte wecken den Pharisäer im Europäer. Wir stellen uns hin wie der Pharisäer im Lukas-Evangelium, Kapitel 18, Vers 11: »Gott, ich danke Dir, dass wir nicht so sind wie die bösen Diktatoren, ich danke Dir, dass wir die Menschenrechte achten, dass wir ganz und gar nicht so sind wie die dort in den Entwicklungsländern, die foltern und morden und selbst Frauen und Kinder nicht schonen.« Auch Pontius Pilatus ist eine g
News
Europäischer Menschenrechtsgerichtshof verhandelt zu Dublin-Fällen
Am 1. September 2010 wurde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg über die Rücküberstellungen von Asylsuchenden nach Griechenland verhandelt.... mehr >>
Griechenland: Hungerstreik gegen Asylverweigerung
Nach einem wochenlangen Hungerstreik haben sechs Iraner in Griechenland politisches Asyl erhalten. Einer der Hungerstreikenden war am Vortag deutlich geschwächt in ein... mehr >>
Hammarberg für besseren Schutz von Flüchtlingskindern
''Flüchtlingskinder werden von der europäischen Asylpolitik größtenteils übergangen. Die Regierungen sollten ihnen besseren Schutz gewähren'', sagte der... mehr >>






