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Der „Tag des Flüchtlings“ - ein bundesweiter Aktionstag

Wie es anfing und was im Jahr 2010 dazu passiert...

Seit 1986 findet regelmäßig am Freitag in der Interkulturellen Woche der Tag des Flüchtlings statt. Dieser Aktionstag wird bundesweit seit der Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL (1986) von dieser koordiniert und ist seitdem einer der Hauptarbeitspunkte von PRO ASYL.

Die Initiative, einen bundesweiten Tag des Flüchtlings innerhalb der Interkulturellen Woche auszurichten, ging damals vom Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche (ÖVA) und vom DGB-Bundesvorstand aus. Hintergrund dieser Entwicklung war, dass sich in den 80er Jahren die ablehnende Haltung gegenüber Flüchtlingen verstärkte und immer mehr Flüchtlinge Opfer von rassistischen Übergriffen wurden.

Zum Tag des Flüchtlings ruft PRO ASYL ein Motto aus und erstellt ein Materialheft sowie ein Plakat, die zusammen mit den Materialen zur Interkulturellen Woche verschickt werden. Im Jahr 2010 lautet das Motto: Mit Diskriminierung macht man keinen Staat. Eine Motto-Chronologie von 1987 bis heute kann hier eingesehen werden >>

Aus Anlass des bevorstehenden 50. Jahrestags der Gründung des UNHCR (2001) wurde von der UN-Generalversammlung am 4. Dezember 2001 der internationale Tag des Flüchtlings für den 20. Juni ausgerufen. Am weltweiten Tag des Flüchtlings am 20. Juni wird von Seiten von Menschenrechtsorganisationen verstärkt die weltweite Dimension des Flüchtlingsthemas ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Anlässlich dieses Weltflüchtlingstages veranstaltet die Evangelische Akademie zu Berlin gemeinsam mit dem Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR), Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Richter- und Anwaltsvereinigungen das Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz.

Die Initiativen in Deutschland konzentrieren ihre Aktivitäten vor Ort jedoch auf den Tag des Flüchtlings im Rahmen der Interkulturellen Woche. Ein Grund hierfür ist, dass die Flüchtlingsthematik nicht isoliert betrachtet werden soll, sondern Fragen der Migration, der Integration und des Zusammenlebens Zugewanderte (sowie die Mehrheitsbevölkerung) insgesamt betreffen.

PRO ASYL wurde gegründet von Mitgliedern aus Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen, von denen viele gleichzeitig bei der Interkulturellen Woche mitarbeiteten. Erster Sprecher von PRO ASYL und Mitglied des ÖVA war der damalige Aus-länderreferent des Bistums Limburg, Herbert Leuninger. Der jetzige Vorsitzende von PRO ASYL, Dr. Jürgen Micksch, war zum damaligen Zeitpunkt Vorsitzender des ÖVA. Geschäftsführer von PRO ASYL sowie des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche ist Günter Burkhardt.

Eine Auswahl von Veranstaltungen im Rahmen des Tag des Flüchtlings um den 1. Oktober 2010 wird im September an dieser Stelle aufgeführt. Die meisten Veranstaltungen sind ebenfalls in den Programmen zur Interkulturellen Woche der jeweiligen Städte, Landkreise und Gemeinde zu finden, die in der Online-Datenbank der Interkulturellen Woche gelistet sind.

Links:

Interkulturelle Woche:

www.interkulturellewoche.de

UNHCR zum Internationalen Tag des Flüchtlings:

www.unhcr.ch/ueber-unhcr/weltfluechtlingstag.html