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01.10.2006

Kinder und Jugendliche fordern: "Hier geblieben!"

Bundesweit beteiligen sich in zahlreichen Aktionen vor allem Kinder und Jugendliche aktiv an der Kampagne »Hier geblieben!«. Sie wollen verhindern, dass Mitschülerinnen und Mitschüler, Freundinnen und Freunde Deutschland verlassen müssen. Sie möchten morgens in der Schule nicht entsetzt feststellen müssen, dass jemand fehlt, weil er oder sie abgeschoben worden ist. Mit Demonstrationen und Appellen machen sie sich gemeinsam mit den Betroffenen in der Öffentlichkeit und bei den verantwortlichen Behörden und Politikern couragiert für ein Bleiberecht stark.

Zum Hintergrund:

Rund 50.000 Kinder und Jugendliche leben schon seit vielen Jahren in Deutschland, jedoch nur geduldet, ohne gesichertes Aufenthaltsrecht, ohne Aussicht auf eine berufliche Ausbildung, ohne Perspektive. Das Zuwanderungsgesetz bietet ihnen nach den bisherigen Erfahrungen keine Lösung und auch die Innenminister konnten sich bei ihrer Konferenz im Juni 2005 noch nicht zu einer Bleiberechtsregelung durchringen. Die Forderungen von PRO ASYL, Wohlfahrtsverbänden, Menschenrechtsorganisationen, Kirchen, Gewerkschaften, Rechtsanwalts- und Richtervereinigungen und Flüchtlingsinitiativen nach einem Bleiberecht für langjährig Geduldete sind bis heute nicht umgesetzt worden. Die komplette Ausstellung ist zu finden unter: http://www.hier.geblieben.net/

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