Hängepartie beim Bleiberecht
Die Innenministerkonferenz hat sich in der Debatte um die Bleiberechtsregelung am 4.12.2009 lediglich zu einer Minimallösung durchgerungen. Das dürftige Ergebnis besteht in der Verlängerung der Regelung um zwei Jahre. Zwar werden nach groben Schätzungen etwa 15.000 Betroffene zunächst einmal aufatmen, weil sie nach der jetzigen Regelung eine neue Aufenthaltserlaubnis auf Probe erhalten und nicht in die Duldung zurückfallen. Eine wirkliche Lösung ist dies nicht. Mit dem Beschluss der Innenministerkonferenz werden die Betroffenen zwei weitere Jahre unter die Bewährungsaufsicht der Ausländerbehörden gestellt. In einer schwierigen konjunkturellen Situation müssen sie ihre Lebensunterhaltssicherung zustande bringen. So geht die Hängepartie für die Betroffenen weiter, wo ein wirklicher Schlussstrich hätte gezogen werden müssen. PRO ASYL wird sich weiterhin für eine grundlegende Neufassung des Bleiberechts für langjährig Geduldete auf Bundesebene einsetzen.
News
Hohe Zahl von Widerrufen gegen Iraker
Im Jahr 2009 wurde bei anerkannten irakischen Flüchtlingen in 2.342 Fällen der Schutzstatus widerrufen, das entspricht mehr als 60% der Fälle, die einer Überprüfung... mehr >>
Bundesregierung ignorant und voller Vorurteile gegen Roma
In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken bekräftigt die Bundesregierung noch einmal ihren Willen, Roma und Angehörige anderer Minderheiten in den Kosovo... mehr >>
Viel Lärm um fast Nichts – Beschluss zum Bleiberecht veröffentlicht
Der von der Innenministerkonferenz (IMK) am 4. Dezember 2009 gefasste Beschluss zur Verlängerung der Bleiberechtsregelung ist nun öffentlich zugänglich. Damit... mehr >>


