Untersuchung zur Qualität von Asylverfahren
Elementare Mängel bei Anhörung und Entscheidung<
PRO ASYL fordert: Lückenlose Kontrolle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
Was für Wirtschaftsunternehmen mittlerweile selbstverständlich ist, behauptet auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über seine Arbeit - nämlich: eine Qualitätssicherung zu betreiben. Dabei gehören fehlerhafte Asylentscheidungen dort zum Alltagsgeschäft.
Eine von PRO ASYL in Auftrag gegebene und im Dezember 2006 veröffentlichte Studie hinsichtlich der Entscheidungspraxis des Bundesamtes bei eritreischen Asylantragstellern belegt dies. 77 Verfahren aus den letzten sechs Jahren standen auf dem Prüfstand der Autorin Dr. Ines Welge. Das Ergebnis: Die Qualität ist desolat. Es mangelt an Kontrolle.
PRO ASYL hat die Untersuchung dem Bundesamt und den Verwaltungsgerichten zur Verfügung gestellt. Von der Leitung des Bundesamtes fordert PRO ASYL jetzt Konsequenzen, u.a. durch eine lückenlose Kontrolle aller Bundesamtsentscheide, bevor sie das Amt und seine Außenstellen verlassen.
[Presseerklärung vom 23. Januar 2007 öffnen]
[Zusammenfassung der Studie öffnen, pdf]
[Beitrag dazu im Heft zum Tag des Flüchtlings 2007]
Mit der skandalösen Entscheidungspraxis des Bundesamtes in Asylverfahren tschetschenischer Antragsteller befasst sich ein Text von Bernd Mesovic im Heft zum Tag des Flüchtlings 2006.
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