PRO ASYL-Studie: Angeordnete Freiwilligkeit
Defizite der Rückkehrförderung in den Kosovo
Die "freiwillige Rückkehr" von Menschen, deren Asylgesuch abgelehnt wurde, wird seit Langem staatlich gefördert. "Freiwillig" ist dabei ein dehnbarer Begriff. Eine freiwillige Rückkehr lassen die Verhältnisse in vielen Herkunftsstaaten nicht zu. Ineffiziente Rückkehrprogramme und -beratungsstellen können die Existenz von Kosovo-Rückkehrern nicht sichern.
Der Förderverein PRO ASYL hat mit Unterstützung der STIFTUNG PRO ASYL und des Bayerischen Flüchtlingsrat die Studie "Angeordnete Freiwilligkeit. Zur Beratung und Förderung freiwilliger und angeordneter Rückkehr durch Nichtregierungsorganisationen in Deutschland" mitherausgegeben. Der Autor Stephan Dünnwald untersuchte die Lebenssituation abgelehnter Asylsuchender in der Bundesrepublik und im Kosovo, die - teilweise mit Unterstützung deutscher Rückkehrberatungsstellen - in ihr Heimatland zurückgekehrt sind.
Er kommt zu dem Ergebnis, dass massive Hindernisse im Kosovo die Rückkehrförderung qua "staatlich angeordneter Freiwilligkeit" ins Leere laufen lassen. Von einer selbsttragenden Entwicklung im Kosovo - und sei sie auch noch so gering - kann keine Rede sein. So lebt der Kosovo noch immer von Mitteltransfers der Auslandskosovaren.
Presseerklärung von PRO ASYL (17.12.08): Keine Abschiebung von Minderheitenangehörigen im Jahr 2009.
Die Studie kann zum Preis von 5 Euro per Email unter bestellt werden.
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