Eingesperrt, gefoltert, vergewaltigt

Europas Zusammenarbeit mit dem Regime Gaddafis zur Bekämpfung von Flüchtlingen im Mittelmeerraum

Die schmutzige Seite Europas: Gewissenloser Umgang mit Flüchtlingen und Menschenrechten

Die Zusammenarbeit mit dem libyschen Regime zählt zu den beschämendsten Kapiteln der EU-Flüchtlingspolitik. Seit Jahren hofieren die EU und ihre Mitgliedstaaten Muammar al-Gaddafi, um den Fluchtweg nach Europa zu sperren. Die EU-Institutionen schauen weg, wenn Italien tausendfach Völker- und EU-Recht verletzt und Bootsflüchtlinge gewaltsam nach Libyen zurück verfrachtet.

Die Europaparlamentarier, die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten wissen, dass in Libyen Schutzsuchende inhaftiert, misshandelt und gefoltert, Flüchtlingsfrauen vergewaltigt werden. Dennoch wird bis heute an der Kollaboration mit diesem Regime festgehalten. In zahlreichen EU-Dokumenten hat die Kooperation mit Libyen Top-Priorität. Die EU und ihre Mitgliedstaaten beliefern das Regime mit Waffen, Schiffen, Fahrzeugen, Leichensäcken, Geldern für Abschiebungsflüge und Haftanstalten und blenden die Menschenrechtsverletzungen aus.

24 Flüchtlingen, die im Mai 2009 durch die italienische Küstenwache von Italien nach Libyen verschleppt wurden, gelang es, Klage am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu erheben. PRO ASYL unterstützt diesen Prozess finanziell und politisch. Es geht um die Freiheit von Menschen, die im Namen Europas in libyschen Lagern eingesperrt, gefoltert und vergewaltigt werden. Und es geht darum, die weltweite Gültigkeit der Menschenrechte zu verteidigen.

Broschüre "Fatale Allianz: Zur Kooperation der Europäischen Union mit Libyen bei der Flucht- und Migrationsverhinderung"

Flyer "Eingesperrt, gefoltert, vergewaltigt! Europas Zusammenarbeit mit dem Regime Gaddafis zur Bekämpfung von Flüchtlingen im Mittelmeerraum"

Postkarte "Europe´s new commissioner on human rights?"

Dokumentation des Jesuiten Flüchtlingsdienstes "Do they know?" Flüchtlinge berichten über ihre Situation in Libyen

Information in English >>

 

 

Fotos: Gabriele del Grande