Narrenfreiheit für rassistische Büttenrede – traurige Realität im Frankfurter Karneval

21.02.12

Zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen hatten sich beim Hessischen Rundfunk gegen eine wiederholte Ausstrahlung eines rassistischen Karnevalsspots protestiert- doch ohne Erfolg.



Es gehöre zur „sprichwörtlichen Narrenfreiheit“, wenn in einer Fastnachtssendung „Klischees bemüht“ werden, so hieß es seitens des Hessischen Rundfunks und der Frankfurter Karnevalsvereine zur wiederholten Ausstrahlung der Büttenrede mit dem Titel „Ayse vom Döner-TV“, gegen die unter anderem auch PRO ASYL protestiert hatte. „Man wird ja wohl noch Witze machen dürfen“ – so heißt es oft, wenn das Lachen auf Kosten von Minderheiten geht. Mit Sicherheit darf man Witze machen, auch über... mehr >>

Straßburger Menschenrechtsgerichtshof rügt Asylschnellverfahren

20.02.12

In einem Urteil vom 2. Februar 2012 kritisiert der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) das „Schellverfahren“, da es das Recht auf effektiven Rechtsschutz im Asylverfahren verletze.



Der sudanesische Schutzsuchende, der irregulär nach Frankreich eingereist war, hatte zunächst keine Möglichkeit, sein Asylgesuch vorzutragen. Noch bevor die Behörden seinen Asylantrag registriert hatten, wurde bereits eine Abschiebung gegen ihn angeordnet. Obwohl die verzögerte Entgegennahme des Asylantrags klar von den Behörden zu verantworten war, deuteten sie den verspäteten Antrag als Missbrauch und verhandelten ihn in einem sog. „Schnellverfahren“. Als Folge konnte der Schutzsuchende sein... mehr >>

Endlich Aufenthaltstitel für die Famile Katheeb – nach 20 Jahren in Deutschland

16.02.12

Nach einem langen Kampf um ein Bleiberecht soll die Flüchtlingsfamilie endlich ein Aufenthaltsrecht erhalten – ein Erfolg für alle, die die Familie unterstützt haben.



Das Schicksal der Familie Katheeb, die seit 20 Jahren in Deutschland lebt und dennoch von den Behörden nur geduldet wurde, hat in der Öffentlichkeit große Wellen geschlagen. Immer wieder sollten die Khateebs abgeschoben werden. Zahlreiche Medien berichteten, viele Bürger und Bürgerinnen engagierten sich für ein Bleiberecht der Familie. Für den Sohn der Familie, Hassan Katheeb, der an der Frankfurter Universität Jura studiert, setzte sich nicht nur seine ehemalige Lehrerin, sondern auch der... mehr >>

Warum wir eine neue Bleiberechtsregelung brauchen

Noch immer leben hierzulande 75.000 Menschen, die auch nach sechs Jahren in Deutschland keine gesicherte Aufenthaltsperspektive haben - Menschen, die gezwungen sind, ein Leben auf Abruf zu führen - und das trotz mehrerer Bleiberechtsregelungen. PRO ASYL fordert daher eine neue, wirksame und dauerhafte Bleiberechtsregelung, die den vielen in Deutschland nur geduldeten Menschen endlich eine Zukunftsperspektive bietet. Mehr Informationen zum Thema Bleiberecht finden Sie hier.

Aufruf an Niedersachsens Ministerpräsident - jetzt unterzeichnen!

Gazale Salame wurde 2005 mit ihren zwei jüngeren Kindern abgeschoben - und dadurch von ihrem Mann und ihren zwei älteren Kindern getrennt. Die Abschiebung riss die Familie auseinander und verbannte Gazale mit zwei Kindern in die Türkei - ein Land, das sie gar nicht kannte. Seit sieben Jahren kämpft die Familie dafür, wieder in Deutschland zusammen leben zu dürfen. Unterstützen Sie die Familie Salame/Siala und fordern Sie mit uns die niedersächsische Landesregierung auf, Gazale und ihren Kindern die Rückkehr zu erlauben. Zur Aktion auf der Seite des Flüchtlingsrats Niedersachsen

Theater für Menschenrechte

Jamila wurde aus Deutschland nach Ghana abgeschoben, die Ghanaerin Naisha möchte studieren und Arbeit finden, Kerim ist auf der Flucht vor dem Krieg in Afghanistan. Auf der gefährlichen Reise nach Europa kreuzen sich ihre Wege... Mit "SOS for Human Rights" präsentiert das GRIPS-Theater ein Theaterstück für Menschen ab zwölf Jahren, das  europaweit aufklären, den „vermeintlich Stimmlosen“ ein Megaphon in die Hand geben und für ihre Rechte eintreten will. Mehr Informationen

Video "Voices of Choucha"

Im Flüchtlingslager Choucha im tunesisch-libyschen Grenzgebiet sitzen noch immer rund 4000 Flüchtlinge aus dem Sudan, aus Somalia, aus Eritrea, aus Nigeria, der Elfenbeinküste und anderen Ländern fest. Schon im Mai besuchte eine Delegation von Menschenrechtsaktivisten mit Unterstützung von PRO ASYL das Flüchtlingslager und sprach dort mit zahlreichen Flüchtlingen. Die Flüchtlinge haben eine Botschaft: „Bringt uns an einen Ort, wo wir unser Leben weiterführen können.“ Zum Video

 

 

Narrenfreiheit für rassistische Büttenrede – traurige Realität im Frankfurter Karneval

21.02.12

Zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen hatten sich beim Hessischen Rundfunk gegen eine wiederholte Ausstrahlung eines rassistischen Karnevalsspots protestiert-... mehr >>

Straßburger Menschenrechtsgerichtshof rügt Asylschnellverfahren

20.02.12

In einem Urteil vom 2. Februar 2012 kritisiert der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) das „Schellverfahren“, da es das Recht auf effektiven Rechtsschutz... mehr >>

Endlich Aufenthaltstitel für die Famile Katheeb – nach 20 Jahren in Deutschland

16.02.12

Nach einem langen Kampf um ein Bleiberecht soll die Flüchtlingsfamilie endlich ein Aufenthaltsrecht erhalten – ein Erfolg für alle, die die Familie unterstützt haben. mehr >>

Der Opfer gedenken und Rassismus bekämpfen! Erklärung zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus

22.02.12

Morgen wird mit einem Staatsakt in Berlin den Opfern der rechtsextremen Terrorzelle „NSU“ gedacht. Wir dürfen bei dem Gedenken an die Opfer aber nicht stehen bleiben.... mehr >>

PRO ASYL fordert Absetzung der Ausstrahlung des rassistischen Fernsehspots

17.02.12

PRO ASYL appelliert an den Hessischen Rundfunk, die Ausstrahlung des rassistischen Fernsehspots „Ayse vom Döner-TV“ zu stoppen. mehr >>

Abschiebungshaft ist und darf keine Strafe sein

15.02.12

Eine neue Dokumentation über Haftbedingungen in der Abschiebungshaft belegt grundlegenden Reformbedarf: Nach EU-Recht muss sich Abschiebungshaft deutlich von Strafhaft... mehr >>

25 Jahre PRO ASYL- 25 Jahre Einsatz für Flüchtlinge und Menschenrechte. Das Engagement von PRO ASYL ist schwierig in einer politischen Situation, die europaweit leider als "contra Asyl" beschrieben werden muss. Dennoch haben wir in 25 Jahren zusammen wichtige Erfolge für verfolgte Menschen erzielt. Am 3. September 2011 feierte PRO ASYL 25jähriges Bestehen. mehr>>

 

Mit der Kampagne "Save-me – Eine Stadt sagt ja!" werben Initiativen in über 50 deutschen Städten für die Aufnahme von Flüchtlingen vor Ort – mit großem Erfolg: 44 Städte haben bisher ihre Bereitschaft erklärt, verfolgten Menschen Schutz zu bieten - darunter die Landeshauptstädte Düsseldorf, Erfurt, Hannover, Mainz, Kiel, Stuttgart, München und andere.  Tausende Menschen unterstützen dieses Anliegen. Machen Sie mit!