Flucht vor der Willkür des Warlords:
die Geschichte der Familie Mahmud*.

Die Eheleute Mahmud leben zusammen mit ihren Kindern in einer afghanischen Bezirksstadt. Ein berüchtigter lokaler Machthaber wird auf die junge Tochter aufmerksam und verlangt die Heirat mit der 14-Jährigen.

Das Mädchen hat große Angst und will sich töten, doch die Eltern stehen ihrer Tochter zur Seite. Daraufhin nimmt der Machthaber den Vater gefangen. Als dieser mit Hilfe eines Verwandten wieder freikommt, bleibt der Familie nur die Flucht, um die Tochter zu schützen. In Deutschland begleitet PRO ASYL sie in ihrem Asylverfahren.

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Verfolgt vom iranischen Geheimdienst:
die Geschichte von Karim Serami*.

Der 28-jährige Karim Serami nimmt an einer Gedenkfeier für hingerichtete Regimekritiker teil. Sein Onkel zählt zu den Getöteten. Sicherheitskräfte tauchen auf und gehen gegen die Trauernden vor. Karim Serami flieht und versteckt sich. Die Situation ist lebensgefährlich, denn der junge Mann gilt spätestens jetzt als bekennender Gegner des Regimes.

Karim Serami erfährt, dass der Geheimdienst ihn überall sucht. Über Griechenland flieht er nach Frankfurt, wo seine Eltern, ebenfalls geflohene Oppositionelle, leben. Doch am Flughafen wird er sofort festgenommen und inhaftiert. Trotz aller Proteste von PRO ASYL wird er nach monatelanger Haft nach Griechenland zurückgeschoben. Dort finden wir ihn in einem Athener Gefängnis, in das er sofort nach seiner Ankunft eingesperrt wurde. Wir erreichen seine Freilassung.

PRO ASYL treibt vor einem deutschen Gericht die Klage gegen die Abschiebung voran. Am 8. Juli 2009 darf Karim Serami, der fast 18 Monate hungernd in Athen auf der Straße lebte, endlich wieder einreisen. Das Gericht entscheidet, dass die Abschiebung nach Griechenland rechtswidrig war. Zur Zeit lebt Karim Serami in einem Lager und wartet auf sein Asylverfahren.

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Jahre voller Gewalt – Jahre auf der Flucht:
die Geschichte von Aden Dalmar* aus Somalia.

Seit Jahrzehnten befindet sich Somalia in der Hand brutaler Warlords. Angehörige ethnischer Minderheiten wie die Familie Aden Dalmars sind völlig schutzlos. Viele Familienmitglieder fallen blutigen Gräueltaten zum Opfer.

Aden Dalmar flieht mit seinen Eltern in einen anderen Landesteil. Kurz darauf tauchen dort bewaffnete Islamisten auf und bringen den Vater um. Den Sohn verschleppen die Mörder. Sie wollen ihn zwingen, für die Islamisten zu kämpfen und quälen ihn so lange, bis er sich bereit erklärt, alles zu tun, was man von ihm verlangt. Kurz darauf bricht ein Gefecht aus und Aden Dalmar kann fliehen.

Er erreicht Griechenland, wo er erneut Elend und Misshandlungen erleidet. Nach zwei Jahren voller Gewalt und Demütigungen schafft es der junge Somalier bis nach Deutschland. Hier soll er sofort wieder nach Griechenland abgeschoben werden. PRO ASYL erfährt von dem Fall und schreitet ein. Die Abschiebung kann verhindert werden. Das Asylverfahren von Aden Dalmar ist noch nicht entschieden.

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Schutzlos den Machthabern ausgeliefert:
die Geschichte von Heena Rabathurai* aus Sri Lanka.

Der Ehemann Frau Rabathurais setzt sich aktiv für eine Oppositionspartei ein und wird vom Sohn eines Regierungsmitglieds ermordet. Eine Strafverfolgung bleibt aus – stattdessen wird nun Heena Rabathurai selbst zum Opfer. Der Mörder drangsaliert sie und will, dass sie ihre Aussage bei der Polizei widerruft.

Die verängstigte Frau flieht zu Freunden und versteckt sich. Als sie sich nach einiger Zeit wieder in die Öffentlichkeit wagt, wird sie mit dem Tod bedroht. Frau Rabathurai bleibt nur noch ein Ausweg, um ihr Leben zu schützen: Flucht. PRO ASYL begleitet sie in ihrem Asylverfahren.

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Menschenhändlern entkommen – im Niemandsland gelandet:
die Geschichte der minderjährigen Ama Motaze* aus Kamerun.

Frankfurt, März 2009: Die Asylsuchende Ama Motaze wird im Transitbereich des Flughafens aufgegriffen. Das 17-jährige Mädchen aus Kamerun hat ein schlimmes Schicksal hinter sich – in ihrem Heimatland wurde Ama Motaze zum Opfer von Menschenhandel und sexueller Gewalt. Als die Minderjährige den Transitbereich des Frankfurter Flughafens erreicht, ist sie hochschwanger und kurz vor der Niederkunft. Doch die deutschen Behörden helfen ihr nicht. Obwohl Minderjährigen, Schwangeren und Gewaltopfern laut EU-Recht besondere Fürsorge zusteht, hält man Ama tagelang fest. Sie ist am Ende ihrer Kräfte, zur bestehenden Problemschwangerschaft kommt die Angst, zurückgewiesen zu werden. Selbst am Tag der erwarteten Geburt will das Bundesamt sie noch einer Anhörung unterziehen. Erst als PRO ASYL und die Anwältin einschreiten und die Öffentlichkeit informieren, gibt die Behörde nach und Ama darf einreisen. Zurzeit lebt sie mit ihrem kleinen Sohn in einem Mutter-Kind-Heim.

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Unverschuldet in blutige Konflikte geraten:
die Geschichte des elternlosen Jungen Tawonga Akeh* im Bürgerkrieg.

Côte d’Ivoire 2002 bis 2005: Nacheinander sterben Vater, Schwester und Mutter des 15-jährigen Tawonga Akeh in dem von politischen Konflikten zerrütteten Land. Der ältere Bruder kämpft auf Seiten der Rebellen. Er kümmert sich um Tawonga, der so unverschuldet in die Nähe der Aufständischen gerät. Nach einem Attentat greifen Soldaten das Stadtviertel an, in dem Tawonga lebt und arbeitet. Er wird eingesperrt. Die Haftbedingungen sind brutal, viele Mitgefangene sterben. Auch Tawonga ergeht es sehr schlecht, doch am Ende eröffnet sich eine Chance: Ein Verwandter kauft ihn frei und er kann fliehen. In Frühjahr 2008 erreicht der von seinen Erlebnissen schwer gezeichnete Junge Deutschland. PRO ASYL setzt sich für ihn ein.

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* Namen zum Schutz der Betroffenen geändert

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